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Arbeitszeit: "Wir verzichten nicht auf zwei Milliarden"

PRO-GE kritisiert Scheindebatte bei Flexibilisierung

Die österreichische Bundesregierung hat die Sozialpartner beauftragt, bis 30. Juni 2017 ein Paket zum Thema Flexibilisierung der Arbeitszeit zu vereinbaren, das die Interessen der ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen berücksichtigt. Diesen Ausgleich der Interessen wird bis jetzt von den Wirtschaftsvertretern völlig negiert. "Die Scheinheiligkeit der Arbeitgeber ist nicht zu übertreffen. Ihre Forderungen tragen zwar die Überschrift ‚Flexibilisierung‘, zielen aber in Wahrheit darauf ab, den ArbeitnehmerInnen für die geleistete Arbeit weniger bezahlen zu müssen. Das werden wir sicher nicht zu lassen“, sagt PRO-GE Bundesvorsitzender Rainer Wimmer.

"Verzichten nicht auf zwei Milliarden"

Im Gespräch mit den Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) begründete der Bundesvorsitzende die Position der PRO-GE: Es gehe schließlich um 250 Millionen Überstunden und zwei Milliarden Euro, die bisher für Mehrarbeit und Überstunden bezahlt werden müssten. "Auf dieses Geld können die ArbeitnehmerInnen nicht verzichten. Die Leute gehen am Samstag in eine Zusatzschicht nicht wegen Zeitgutschriften in der Zukunft, sondern damit sie neben den Rückzahlungen für ihr Haus auch noch das Fahrrad zu Ostern kaufen können. Wir können niemals bei zuschlagsfreien Überstunden mitgehen", sagt Wimmer zur OÖN, Ausgabe 3. April 2017.

> Link zum Artikel der Oberösterreichischen Nachrichten (3. April)

Möglichkeiten zur Flexibilität vorhanden

Es gibt bereits eine Reihe von Möglichkeiten, um flexibel zu arbeiten. Diese werden von den Betrieben auch intensiv genützt. Durch Kollektivverträge und Betriebsvereinbarungen sind eine große Vielfalt an Flexibilisierungsmöglichkeiten vorhanden. Auch das Arbeitszeitgesetz erlaubt etwa bei besonders hohem Arbeitsdarf für 24 Wochen pro Jahr die Ausweitung der täglichen Höchstarbeitszeit auf 12 Stunden. Dafür Notwendig ist aber die Zustimmung des Betriebsrates, die Überstundezuschläge bleiben erhalten. Nicht so, wenn es zu einer Ausdehnung der Normalarbeitszeit und langen Durchrechnungen kommen würde. Dann wären die Überstundenzuschläge weg.

Die bestehenden Regelungen reichen aus Sicht der PRO-GE völlig aus. Wenn es Verbesserungspotential gibt, dann bei der Zeitsouveränität für die ArbeitnehmerInnen und bei tatsächlichen Wahlmöglichkeiten zwischen Zeit und Geld.

Die Eckpunkte der Gewerkschaften bei den Arbeitszeitgesprächen:

  • Überstundenzuschläge müssen bleiben;
  • Zwölf-Stunden-Tage müssen die Ausnahme bleiben;
  • Bei längeren Arbeitszeiten sind gleichzeitig längere zusammenhängende Erholungszeiten notwendig;
  • Die Mitbestimmung der ArbeitnehmerInnen etwa durch Regelungen mit Betriebsvereinbarungen muss gesichert sein; 
  • Flexibilität ist keine Einbahnstraße, auch ArbeitnehmerInnen müssen über ihre Zeit (z. B. Zeitguthaben) bestimmen können;
  • Verkürzung der Arbeitszeit;

> Sozialpartner verhandeln flexible Arbeitszeiten

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