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436.563 Euro für gesetzliche Arbeitszeitflexibilisierung?

"Big Spender" Pierer sorgt für Aufregung

KTM-Chef zur Spende: "Das große Geld ist das nicht!"

Mit Verwunderung reagiert die Gewerkschaft PRO-GE auf die Spendierfreude von KTM-Eigentümer Stefan Pierer. Er wird der "Neuen Volkspartei" für den laufenden Wahlkampf 436.463 Euro bezahlen. An sich ist eine solche Wahlkampfspende nicht verwerflich, wären da nicht einige Aussagen Pierers, die bei vielen ArbeitnehmerInnen beträchtliche Sorgen- und Zornesfalten auf der Stirn auslösen.

26 Jahre arbeiten für Wahlkampfspende

Zuletzt wies Pierer laut APA den Vorwurf, dass "das große Geld die Politik regiere" mit den Worten zurück: "Das große Geld ist das nicht!“ Die PRO-GE hat kurz nachgerechnet: Bei einem Durchschnittslohn von 2.600 Euro brutto in der Metallindustrie bräuchte jemand ganze 17 Jahre um die Höhe der Wahlkampfspende zu erreichen. Bei 1.500 Euro sind es 26 Jahre.

"Wenn die KTM-Beschäftigten so viel Geld für Herrn Pierer erwirtschaftet haben, dass das Geldbörsel so locker sitzt, könnte er ja auch den Beschäftigten mehr bezahlen", meint etwa Walter Schopf, Leitender Sekretär der PRO-GE. Gerade bei KTM gebe es beim Lohnniveau noch genug Luft nach oben. "Wir laden Herrn Pierer ein, sich bei der nächsten KV-Runde für höhere Löhne zu engagieren. Genug Geld ist ja offensichtlich da", sagen PRO-GE Vorsitzender Rainer Wimmer und Schopf. Die Hersbtlohnrunde startet am 20. September mit der Forderungsübergabe für die Metallindustrie.

Ausdehnung der Arbeitszeit

Kritisch betrachtet die Gewerkschaft die Megaspende auch in einem anderen Zusammenhang: Pierer hat mehrmals die Sozialpartnerschaft als „Sargnagel“ bezeichnet und sich wiederholt für eine gesetzliche Ausdehnung der Arbeitszeit ausgesprochen. "Im Kurier-Interview vom 30. Juli lässt Herr Pierer ja keine Zweifel offen, worum es ihm geht: Er will um jeden Preis eine Arbeitszeitflexibilisierung, auch wenn damit die Überstundenzuschläge für die Beschäftigten wegfallen", kritisiert Schopf. "Es ist ein eigenartiger Zugang zu Demokratie, wenn Superreiche in unserem Land offenbar glauben, es sich mit ihrem Geld richten zu können."

 

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