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Neuer Landesvorsitzender Reinhard Mund

Landeskonferenz der PRO-GE Burgenland

Gewerkschaft wird gegen arbeitnehmerfeindliche Politik ankämpfen

Boxmark-Betriebsrat Reinhard Mund neuer Vorsitzender

Im Vorfeld des Gewerkschaftages der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) wählten rund 90 Delegierte der burgenländischen Landeskonferenz am 3. Februar in Oberschützen Reinhard Mund zum neuen Landesvorsitzenden. Der 35-Jährige ist seit 2004 Betriebsrat in der Firma Boxmark Leather in Jennersdorf und seit 2007 Betriebsratsvorsitzender. Seit 2009 ist Mund bereits Mitglied im Bundesvorstand der Produktionsgewerkschaft und burgenländischer AK-Kammerrat.

Ausbildungsfonds & 6. Urlaubswoche

Die burgenländischen GewerkschafterInnnen beschlossen zahlreiche Anträge an den kommenden Gewerkschaftstag im Juni. Unter anderem fordern sie eine bessere Erreichbarkeit der sechsten Urlaubswoche sowie die Schaffung eines verpflichtenden Ausbildungsfonds, in den alle Betriebe einzahlen, die Lehrlinge ausbilden könnten und von dem jene Betriebe profitieren, die der Lehrausbildung auch nachkommen.

Kritik an Bundesregierung

Kritik gab es an der neuen türkis-blauen Bundesregierung, etwa dass der neue Familien-Steuerbonus vor allem höheren Einkommen zu Gute komme und so eine Umverteilung nach oben stattfinde. "Das beschlossene Aus der Aktion 20.000 für Langzeitarbeitslose oder die geplante Abschaffung der Notstandshilfe zeigen deutlich, dass Menschen in Notlagen für die Bundesregierung nicht an erster Stelle stehen", sagte Bundesvorsitzender Rainer Wimmer in seiner Rede bei der Landeskonferenz. Die Gewerkschaft werde gegen diese arbeitnehmerfeindliche Politik ankämpfen und "gegen Kürzungen im Sozialversicherungsbereich, bei der Arbeiterkammer oder gegen die Einführung eines gesetzlichen 12-Stunden-Arbeitstages auftreten".

6.000 Mitglieder

Rund 6.000 burgenländische ArbeiterInnen und Lehrlinge sind Mitglied der PRO-GE. Die Landesorganisation unterstützt 223 BetriebsrätInnen bei ihrer täglichen Arbeit. 2017 wurden im Rahmen der Rechtschutztätigkeit rund 1,2 Millionen Euro für ArbeitnehmerInnen erkämpft.

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