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Überlebende von Rana Plaza

Bangladesch: Mehr Sicherheit für TextilarbeiterInnen

IndustriALL erwirkt Zahlung von 2,3 Millionen Dollar

Einen großen Erfolg für die TextilarbeiterInnen in Bangladesch haben die Gewerkschaftsdachverbände IndustriALL Global und UNI Global Union erzielt. Eine multinationale Bekleidungsfirma hat sich in einem Vergleich verpflichtet, 2,3 Millionen US-Dollar zu zahlen, um Sicherheitsmängel in 150 Textilfabriken zu beseitigen, die für sie produzieren. Darüber hinaus werden 300.000 US-Dollar in einen Gewerkschaftsfonds gezahlt, der gegründet wurde, um bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen für TextilarbeiterInnen durchzusetzen. Inhalt des Vergleiches ist auch, dass der Name des Bekleidungskonzerns nicht öffentlich genannt werden darf.

Katastrophe von Rana Plaza

Zur Vorgeschichte: Am 24. April 2013 stürzte nahe der Hauptstadt Dhaka das Gebäude Rana Plaza ein, das Produktionsstätten für internationale Modefirmen beherbergte. Der Einsturz kostete 1.127 ArbeiterInnen das Leben, mehr als 2.500 wurden verletzt. Obwohl im Vorfeld Risse in den Decken des Gebäudes entdeckt wurden und die Behörden ein Betretungsverbot empfahlen, mussten die ArbeiterInnen der Textilfabriken, die in den obersten Stockwerken des Gebäudes untergebracht waren, zur Arbeit erscheinen. Diese Katastrophe lenkte die internationale Aufmerksamkeit auf die Produktionsbedingungen in der Textilindustrie, multinationale Modekonzerne konnten sich nicht mehr länger aus der Verantwortung stehlen. Die Folge war ein Abkommen für Gebäudesicherheit und Brandschutz, das unter der Ägide von IndustriALL Global Union im Frühjahr 2013 entstanden ist. Erstmals wurden mit den Konzernen Maßnahmen und Sanktionen für Verstöße verbindlich vereinbart.

Jener Modekonzern, der sich nun zur Zahlung von 2,3 Millionen verpflichtet hat, hat die Vorgaben des Abkommens für Gebäudesicherheit nur unzureichend erfüllt. Es haben beispielsweise Sprinkleranlagen und Sicherheitstüren gefehlt und es gab Konstruktionsfehler bei den Fabriksgebäuden. Nach den Beschwerden der Gewerkschaft hat sich der internationale Schiedshof in Den Haag mit dem Fall befasst und man hat sich auf die Zahlung zur Nachrüstung der Gebäude verständigt.

Abkommen für Gebäudesicherheit zeigt Erfolge

Für Valter Sanches, Generalsekretär von IndustiALL Global, zeigt der Vergleich, dass das Abkommen für Gebäudesicherheit und Brandschutz funktioniert. Es sei ein Fortschritt, wenn die Konzerne sich nun auch für Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben in Bangladesch verantwortlich fühlen.

Aufgrund des Abkommens haben Inspektoren in den letzten Jahren mehr als 1.800 Fabriken, die über 200 Marken beliefern, kontrolliert und über 118.500 Gefahrenquellen ermittelt. 83 Prozent aller identifizierten Gefahrenherde wurden bisher beseitigt, in 500 Fabriken wurden bereits 90 Prozent der notwendigen Korrekturen vorgenommen.

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