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Der Kollektivvertrag für LeiharbeiterInnen

Kostenlose Hotline für LeiharbeiterInnen: 0800 311 900

Der KV sichert deine Rechte

Im Jahr 2002 erreichte die PRO-GE den europaweit ersten Kollektivvertrag für Arbeitskräfteüberlassung. Jedes Jahr verhandelt die PRO-GE als Vertretung der LeiharbeiterInnen Lohnerhöhungen und bessere Rahmenbedingungen.

Die wichtigsten Bestimmungen aus dem Kollektivvertrag:

Mindeststundenlöhne seit 1. 1. 2016

BG F Techniker ..............................................€ 17,28
BG E Qualifi zierte Facharbeiter ..................€ 14,04
BG D Facharbeiter ........................................ € 12,25
BG C Qualifi zierte Arbeitnehmer ............... € 10,89
BG B Angelernte Arbeitnehmer .................  € 9,69
BG A Ungelernte Arbeitnehmer* ...............  € 9,07

*(Maximal im 1. Jahr der Betriebszugehörigkeit zulässig)

Der bessere Mindestlohn zählt

LeiharbeiterInnen müssen zumindest die Löhne bekommen, die den StammarbeiterInnen des Beschäftiger-Betriebes laut deren Kollektivvertrag zustehen, außer die Mindestlöhne des KV für Arbeitskräfteüberlassung sind höher, denn es gilt immer der bessere Mindestlohn. In einigen Branchen gelten außerdem sogenannte Referenzzuschläge. Diese sorgen dafür, dass LeiharbeiterInnen auch in Branchen mit besonders hohem Lohnniveau einen mit jenem der StammarbeiterInnen vergleichbaren Lohn erhalten.

Bezahlung auch in Stehzeiten

Auch wenn LeiharbeiterInnen gerade nicht an einen Betrieb überlassen sind, haben sie Anspruch auf Entgelt. Ihnen steht das durchschnittliche Entgelt der letzten dreizehn Wochen (inklusive Zulagen, Überstunden, etc.) zu, zumindest aber der Mindestlohn aus dem Kollektivvertrag für Arbeitskräfteüberlassung.

Kündigungsfristen

Nach Ablauf der Probezeit müssen folgende Kündigungsfristen abhängig von der ununterbrochenen Betriebszugehörigkeit eingehalten werden:

bis 3 Jahre ................................................... 2 Wochen
bis 5 Jahre ................................................... 3 Wochen
bis 10 Jahre ................................................. 5 Wochen
danach .......................................................... 7 Wochen
(Kündigungsfristen beginnen immer mit dem letzten Tag der Arbeitswoche)Keine Kündigung wegen Beendigung der ÜberlassungWichtig: Das Arbeitsverhältnis darf nicht wegen Beendigung einer Überlassung und frühestens am fünften Arbeitstag nach deren Ende gekündigt werden.

Vorsicht Falle: Einvernehmliche Auflösung

Immer wieder wird versucht, das Arbeitsverhältnis bei Ende einer Überlassung mit einer einvernehmlichen Auflösung zu beenden. Doch Achtung: Damit wird der Kündigungsschutz umgangen und es entstehen Entgeltverluste (durchschnittlich 4 Wochenlöhne). Deshalb ist es besser, sich zuerst bei der PRO-GE zu informieren.

Das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz

Neben dem Kollektivvertrag regelt vor allem das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz (AÜG) die Rechte von LeiharbeiterInnen. Die PRO-GE konnte im Zuge der letzten Gesetzesnovelle einige Verbesserungen erreichen:

  • Wenn du mindestens drei Monate in einem Beschäftigerbetrieb arbeitest, muss dir das Ende der Überlassung 14 Tage vorher mitgeteilt werden.
  • Gibt es im Einsatzbetrieb verkürzte Arbeitszeiten, bezahlte Pausen, zusätzliche Urlaubstage oder Frühschluss an bestimmten Tagen, dann gelten diese Regelungen auch für dich als LeiharbeiterIn.
  • Du musst gleichen Zugang zu Sozialleistungen (Preise in Betriebskantinen, Arbeitskleidung, Kinderbetreuung, Beförderungsmittel usw.) wie alle anderen KollegInnen bekommen.
  • Jede im Einsatzbetrieb zu besetzende Stelle muss im Betrieb öffentlich ausgeschrieben werden und zwar ausdrücklich so, dass LeiharbeiterInnen dazu Zugang haben.
  • Vor Beginn eines Einsatzes musst du über spezielle Anforderungen (z.B. Schwindelfreiheit) und Gefahren schriftlich informiert werden. Das gilt auch vor jeder Änderung der Tätigkeit während eines laufenden Einsatzes.

Mitbestimmung im Betriebsrat

Als ArbeitnehmerInnen im Beschäftiger-Betrieb sind LeiharbeiterInnen laut AÜG bei Betriebsratswahlen wahlberechtigt und können auch an Betriebsversammlungen teilnehmen.

Im Überlasserbetrieb haben auch LeiharbeiterInnen das Recht, einen Betriebsrat zu gründen, falls es noch keinen gibt. Informationen und Unterstützung erhältst du bei der PRO-GE.

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