Um dir bestmögliches Service zu bieten, speichert proge.at Informationen über deinen Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber findest Du in der Datenschutzerklärung.
www.proge.at

"Höhere Löhne zu zahlen, ist nicht verboten!"

Arbeitsbedingungen für Saisonarbeitskräfte verbessern.

 

Laut Medienberichten fehlen den heimischen Gemüseanbaubetrieben in den nächsten Wochen hunderte ErntehelferInnen. Der Grund für den Personalengpass sei die allgemeine gute wirtschaftliche Konjunktur und vor allem die höheren Löhne im Nachbarland Deutschland. Die meist aus Osteuropa stammenden landwirtschaftlichen Saisonsarbeitskräfte würden nun einen Bogen um Österreich machen, klagen Vertreter der Anbaubetriebe.
 
"In Österreich liegt der niedrigste Mindestlohn für ErntehelferInnen zwar unter den Verdienstmöglichkeiten in Deutschland, aber es ist den Betrieben nicht verboten auch höhere Löhne zu zahlen. Dies wäre der deutlich bessere Weg als bis zur Ukraine nach Arbeitskräften zu suchen, die um wenig Geld arbeiten müssen", betont Peter Schleinbach, Bundessekretär der Gewerkschaft PRO-GE.
 
Statt zu jammern, sollten die Betriebe gemeinsam die Arbeitsbedingungen für Saisonarbeitskräfte verbessern. Dazu gehöre neben höheren Löhnen aber auch die strikte Bekämpfung von "schwarzen Schafen" unter den Bauern, kritisiert Schleinbach und verweist auf die immer wieder auftauchenden Fälle von Ausbeutung: "ErntehelferInnen berichten immer wieder von bis zu 80-Stunden-Wochen, Dumpinglöhnen von drei Euro pro Stunde, unbezahlten Überstunden oder menschenunwürdigen Unterkünften. Solch ausbeuterische und illegale Praktiken gehören endlich abgestellt, Sie sind das eigentliche Problem für den Mangel an ErntehelferInnen."

Das könnte Sie auch Interessieren

07.02.2018

Erntehelfer_innen haben Rechte!

Videokampagne der Gewerkschaft in fünf Sprachen
04.07.2018

"Wie Erntehelfer betrogen werden"

ORF.at deckt auf: Lohn- und Sozialdumping auf Österreichs Gemüsefeldern.
03.08.2018

Gewerkschaften an Landarbeiterkammer: Keine Streichung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes

PRO-GE und GPA kritisieren Vorschläge mit massiven Verschlechterungen für die Beschäftigten in der Landwirtschaft.
29.11.2017

KV-Abschluss ForstarbeiterInnen in der Privatwirtschaft

Um 2,4 Prozent höhere Löhne ab 1. Jänner 2018 - Neuer Mindestlohn: 1.646,35 Euro
27.12.2017

Bäuerliche Betriebe Burgenland

2,4 Prozent mehr Lohn ab 1. Jänner 2018

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

PRO-GE Newsletter

Geschlecht
Geschlecht:
Name