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Widerstand gegen 12-Stunden-Tag

Wimmer kritisiert Respektlosigkeit des neuen WKÖ-Präsidenten Mahrer gegenüber ArbeitnehmerInnen

"Die Aussagen des neuen Wirtschaftskammer-Präsidenten Mahrer schlagen dem Fass den Boden aus und zeugen von großer Respektlosigkeit gegenüber der Sozialpartnerschaft und den Anliegen der ArbeitnehmerInnen in Österreich", kritisiert Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft PRO-GE.

Mahrer wirft in seiner Antrittsrede als neuer WKÖ-Präsident den Gewerkschaften und der Arbeiterkammer "Gräuelpropaganda" im Zusammenhang mit der von der Regierung geplanten Ausweitung der Normalarbeitszeit auf zwölf Stunden vor. "Wenn das der neue Stil ist, wie der WKÖ-Präsident mit den ArbeitnehmerInnen umgeht, dann wird er rasch starken Gegenwind spüren", betont Wimmer.

Auch behauptet Mahrer, dass nach einer Umsetzung des 12-Stunden-Tages bzw. der 60-Stunden-Woche niemand solange arbeiten müsse und Überstunden "natürlich abgegolten werden". Es wird aber das Gegenteil passieren: Überstunden werden angeordnet, aber Zuschläge nicht mehr bezahlt.

"Die Aussagen des WKÖ-Präsidenten sind völlig weltfremd. Der 12-Stunden-Tag wird zur Regel werden, denn der Schutz für ArbeitnehmerInnen wird massiv zurückgedrängt. So sollen laut Regierungsprogramm nicht mehr vor allem Kollektivverträge die Arbeitszeit in den jeweiligen Branchen regeln, sondern vor allem Einzelvereinbarungen zwischen Chef und ArbeitnehmerIn. Der Druck auf die Beschäftigten wird deutlich steigen, es wird keine Freiwilligkeit beim generellen 12-Stunden-Tag geben", erklärt Wimmer und warnt: "Wir lehnen solche arbeitnehmerfeindlichen und ausbeuterischen Vorhaben entschieden ab. Diese Retropolitik mit Arbeitszeitverlängerung werden wir mit allen gewerkschaftlichen Mitteln bekämpfen."

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