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Diskriminierung am Arbeitsplatz weltweit bekämpfen

IUL hielt in Wien Konferenz zur Arbeitssituation von LGBTI-ArbeiterInnen ab

Der Weltgewerkschaftsdachverband IUL der LebensmittelarbeiterInnen und des Agrar und Gastronomiesektors hat am 18. und 19. Oktober in Wien zu einer internationalen Konferenz geladen, um die Anliegen der LGBTI ArbeiterInnen zu beraten. LGBTI ist eine aus dem englischen Sprachraum kommende Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender und Intersexual, also Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuell.

 

 

Diskriminierung der LGBTI Beschäftigten ist nach wie vor eine alltägliche Erfahrung, nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch am Arbeitsplatz. Selbst in den gewerkschaftlichen Strukturen tut man sich manchmal mit der Einbindung von LGBTI ArbeiterInnen schwer. Weltweit gibt es regional aber auch durch den kulturellen Hintergrund bedingt, große Unterschiede bei der Diskriminierung. So wissen KonferenzteilnehmerInnen aus Afrika zu berichten, dass Menschen, die sich als LGBTI outen, eingesperrt oder umgebracht werden.

Österreichisches Vorzeigebeispiel: di.to

„different together“ ist eine Initiative des Betriebsrats und Beauftragten für Diversity Management des Rewe Konzerns Karl Gietler. Er betont, dass sie in dem Netzwerk AnsprechpartnerInnen für Lesben, Schwule und Transgender MitarbeiterInnen sind, und dass es wichtig ist, gegen Diskriminierung vorzugehen. Das braucht aber auch die Unterstützung der Konzernführung.

Auch in Österreich ist die sexuelle Orientierung nicht „wurscht“

Für Österreich hat die Arbeiterkammer eine Studie zur Arbeitssituation der ca. 200.000 bis 300.000 unselbständig beschäftigten LGBTI-Personen in Auftrag gegeben. Die Ende September präsentierten Ergebnisse kurz zusammengefasst: Öffentliche Akzeptanz und rechtliche Situation in Österreich haben sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Dass sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten am Arbeitsplatz keine Rolle spielen, ist aber nur eine Wunschvorstellung.

Bei den 1.300 befragten Personen zeigen sich schon statistisch deutliche Abweichungen zur Gesamtbevölkerung. So sind ArbeiterInnen mit nur fünf Prozent stark unterrepräsentiert. Rund jede/r Fünfte gab an, sexuelle Orientierung bzw. die Geschlechtsidentität in der Arbeit zu verheimlichen. Obwohl die rechtliche Gleichstellung kaum in Zweifel gezogen wird, waren rund 60 Prozent schon einmal von Gerüchten, obszönen Witzen oder Ausgrenzung betroffen und rund 30 Prozent haben auch berufliche Benachteiligungen erfahren.

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