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Metallgewerbe: Wir fordern 5 Prozent!

Erste Runde ohne Ergebnis unterbrochen. Arbeitgeber bieten 2,8 Prozent.

Die erste Kollektivvertragsrunde für die rund 110.000 ArbeiterInnen und 18.500 Lehrlinge des Metallgewerbes endete am 23. Oktober ohne Ergebnis. Die Gewerkschaft PRO-GE will deutliche Lohnerhöhungen für die Beschäftigten durchsetzen und fordert auch im Metallgewerbe eine Erhöhung von 5 Prozent. Die Arbeitgeber boten bisher 2,8 Prozent an.

Die Kollektivvertragspartner vereinbarten, die Zeit bis zum nächsten Verhandlungstermin am 6. Dezember 2018 zu nutzen, um die eingebrachten Argumente sorgfältig zu prüfen und zielorientierte Vorschläge zu erarbeiten.

BR-Konferenzen am 25. Oktober

Die BetriebsrätInnen des Metallgewerbes werden auch am 25. Oktober bei den Konferenzen für die Metallindustrie teilnehmen und über die weitere Strategie beraten. „Wir haben auch im Gewerbe sehr gute Voraussetzungen für einen kräftigen Lohnabschluss“, gibt PRO-GE Bundesvorsitzender Rainer Wimmer die Marschrichtung vor. Neben der Erhöhung der IST- und Mindestlöhne um 5% bzw. mindestens 100 Euro fordert das Verhandlungsteam der PRO-GE unter anderem die Einführung eines mehrstufigen Systems der Anerkennung von Berufserfahrung (Vorrückungssystematik). Die Lehrlingsentschädigungen sollen analog zur Metallindustrie auf 700 Euro (1. Lehrjahr), 900 (2.), 1.200 (3.) und 1.600 Euro (4.) angehoben werden.

>>> Das Forderungsprogramm im Detail

Befragung der Beschäftigten

Eine aktuelle Befragung unter den Beschäftigten im Metallgewerbe zur KV-Runde unterstützt die Forderungen der PRO-GE. Insgesamt wurden mehr als 4.000 Fragebögen an die PRO-GE retourniert. Die Top-Themen für die ArbeitnehmerInnen sind neben kräftigen Lohnerhöhungen unter anderem eine „höhere Abgeltung für Überstunden“, ein „Anspruch auf die 4-Tage-Woche“ oder auch ein „Wahlrecht bei Überstunden zwischen Zeit oder Geld“.

Geltungsbeginn 1. Jänner 2019

Der Geltungsbereich des Metallgewerbe-Kollektivvertrags betrifft viele verschiedene Berufsgruppen: Unter anderem Elektrotechnik, Metalltechnik, Mechatronik und Kfz-Mechanik sowie die Gruppe der Installateure. Der Kollektivvertrag umfasst auf Unternehmensseite rund 45.000 Mitgliedsunternehmen aus elf Arbeitgeberverbänden. Der neue Kollektivvertrag soll ab 1. Jänner 2019 gelten.

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