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Metallindustrie: Verhandlungen mit FMTI bis Sonntag unterbrochen

Die sechste Kollektivvertragsrunde der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp mit dem Fachverband Metalltechnische Industrie (FMTI) wurde am 16. November nach 15 Stunden ohne Ergebnis unterbrochen. Es gab bei einigen Forderungspunkten konstruktive Gespräche und Annäherungen. Bei den Lohn- und Gehaltserhöhungen liegen die Standpunkte aber noch weit auseinander.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 18. November um 11 Uhr in der Wirtschaftskammer Österreich statt. "Alle Vorbereitungen bleiben aufrecht, sollte es keine Einigung geben wird ab Montag gestreikt", betonen die beiden Chefverhandler Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp).

Warnstreiks erhöhen Druck

Zwischen 12. und 15. November wurden bereits in über 240 Betrieben der metalltechnischen Industrie Betriebsversammlungen und Warnstreiks abgehalten, es haben sich über 70.000 Beschäftigte beteiligt. Die Arbeit wurde in den Betrieben für zwei bzw. drei Stunden unterbrochen. "Das ist ein mehr als deutliches Signal an die Arbeitgeber, dass die Forderungen der Gewerkschaft breite Unterstützung in den Belegschaften finden", sagen  Wimmer und Dürtscher.

Der Arbeitgeberseite muss klar sein, dass die Beschäftigten bereit sind, die Kampfmaßnahmen am 19. November wiederaufzunehmen, sollte es zu keinem Abschluss der Verhandlungen kommen. "Die Streikbereitschaft und die Solidarität in den Betrieben ist hoch. Die ArbeitnehmerInnen wollen endlich den ihnen zustehenden Anteil an den wirtschaftlichen Erfolgen, die sie durch ihre gute und engagierte Arbeit ermöglicht haben“, so Wimmer.

Rückblick fünfte Runde

Die fünfte Kollektivvertragsverhandlung mit dem FMTI hatte am 8. November ohne Einigung geendet und Warnstreiks wurden beschlossen. "Wir haben nach mittlerweile insgesamt 40 Stunden Verhandlungen mehr Rückschritte als Fortschritte gemacht", fasste Verhandlungsleiter Rainer Wimmer die Situation direkt nach dem Abbruch zusammen.

Hier findet ihr alle Fotos von den Warnstreiks

 

 

Als Grund für das Scheitern der bisherigen Verhandlungen nannte er, dass u.a. erreichte Fortschritte von Seiten der Arbeitgeber wieder zurückgezogen wurden. Auch die angebotenen Lohnerhöhungen können in Anbetracht der wirtschaftlichen Erfolge der Branche nicht ernst genommen werden, so Wimmer: "Wenn die Auftragsbücher voll sind und die Beschäftigten fleißig arbeiten, ist es nicht wertschätzend, uns hinzuhalten. Wir sehen einfach, dass die Arbeitgeber kein Interesse an seriösen Verhandlungen haben."

UNSERE STREIKZIELE

  • Rückkehr der Arbeitgeber an den Verhandlungstisch mit einem abschlussfähigen Angebot
  • 5 Prozent höhere Löhne/Gehälter, mindestens jedoch 100 Euro
  • Bessere arbeitsrechtliche Regelungen in unserem Kollektivvertrag, wie höhere Zuschläge
  • Wahlrecht zwischen Geld oder Zeit, Schutz & Mitbestimmung
  • Einen von allen Fachverbänden der Metallindustrie getragenen Abschluss
  • Rücknahme eventueller Abwehrmaßnahmen der Arbeitgeber
  • Entgeltfortzahlung für alle Betriebsversammlungen/Streiks
  • Inkrafttreten des Kollektivvertrages mit 1. November 2018

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