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Unterstützung für ArbeitnehmerInnen des Westbalkans

GewerkschaftsvertreterInnen aus Serbien, Kroatien, Montenegro und Österreich trafen sich in Wien zum Gedankenaustausch
Internationale Konzerne haben Serbien entdeckt. Auch österreichische Unternehmen produzieren mittlerweile dort.

Österreich zählt am Westbalkan zu den wichtigsten Investoren. So gibt es etwa in Kroatien 650 österreichische Firmen mit 27.000 Beschäftigten und 500 österreichische Firmen mit 18.292 ArbeitnehmerInnen sind in Serbien tätig. Die Unternehmen engagieren sich gerne in der Region, denn sie ist bietet niedrige Zinsen, weniger Regularien und auch ein großes Reservoir an ArbeitnehmerInnen, die zu niedrigen Löhnen arbeiten. Der Durchschnittslohn beträgt in Serbien rund 300 Euro pro Monat.

Durch die engen wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Österreich und den Staaten des Westbalkans ist es für die PRO-GE klar, dass grenzüberschreitend kooperiert werden muss, um arbeitsrechtliche Standards zu implementieren. Gewerkschaftsvertreter aus Serbien, Kroatien und Montenegro trafen sich daher am 15. und 16. November in mit BetriebsrätInnen und MitarbeiterInnen der PRO-GE zum Gedankenaustausch. Ziel der Westbalkan-Konferenz der PRO-GE ist es, die Zusammenarbeit zu intensivieren und die Partnergewerkschaften aus den Bereichen Chemie, Industrie und Energie dabei zu unterstützen, Produktionsstätten österreichischer Betriebe zu organisieren und den Aufbau eines sozialen Dialogs voranzutreiben.

 

 


Arbeitnehmerrechte werden europaweit zurückgedrängt

„Die internationale Zusammenarbeit wird immer wichtiger, denn die Arbeitnehmerrechte werden europaweit zurückgedrängt“, betonte der Vorsitzende der Produktionsgewerkschaft, Rainer Wimmer, in seiner Eröffnungsrede der Konferenz. Jene österreichischen Unternehmen, die in der Region aktiv werden, hätten in Österreich hohe soziale Standards und würden die Mitbestimmung der ArbeitnehmerInnen respektieren. Er nannte als Beispiele Swarovski, Eaton, Magna oder Zumtobel. Dort wo aber die Produktion stattfinde, würden viele dieser Unternehmen die Standards senken. Wimmer hob hervor, dass die PRO-GE international stark vernetzt sei und man stets versuche, sich bei gewerkschaftlichen Dachverbänden wie IndustriAll einzubringen. „Aber was wir bei der Kooperation mit den Westbalkanstaaten machen, ist eine direkte Zusammenarbeit, wo wir gemeinsam viel umsetzen können“, so Wimmer.



Zusammenarbeit seit vielen Jahren erfolgreich

Auch Klaudia Frieben, stv. PRO-GE Bundesvorsitzende und zuständig für den Bereich Internationales, zeigte sich erfreut, dass die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften der Westbalkanstaaten immer enger wird. „Bereits in den letzten Jahren haben bereits sehr viel Arbeit investiert. Das Ziel ist, solidarische Unterstützung zu leisten, um schlagkräftige gewerkschaftliche Strukturen aufzubauen“, unterstreicht Frieben.

Die PRO-GE kann bereits viele erfolgreiche Projekte aufweisen, die zu Verbesserungen für die ArbeitnehmerInnen von österreichischen Unternehmen geführt haben. So wurde beispielsweise erreicht, dass der serbische Standort von Swarovski mit 700 Beschäftigten gewerkschaftlich organisiert wurde. Ebenso konnten österreichische GewerkschaftsexpertInnen dazu beitragen, dass in Serbien ein Leiharbeitergesetz ausgearbeitet wurde.

 

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