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EVU: KV-Verhandlungen 2019 gestartet

Forderungsprogramm übergeben, nächster Verhandlungstermin 10. Jänner

Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp haben am 17. Dezember die Kollektivvertragsverhandlungen für die Beschäftigten in den Elektrizitätsversorgungsunternehmungen Österreichs (EVU) mit der Übergabe des Forderungsprogrammes und dem Wirtschaftsgespräch eröffnet. Dabei verwiesen die Gewerkschaften auf das sehr gute allgemeine Wirtschaftswachstum, die gute Ertragslage der Unternehmen sowie auf die hohe Qualifikation und enorme Leistungsbereitschaft der ArbeitnehmerInnen in der Branche, und forderten einen diesen Rahmenbedingungen entsprechenden Reallohnzuwachs. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 10. Jänner 2019 statt.

Das Forderungsprogramm 2019:

  1. Erhöhung der KV-Mindestlöhne bzw. KV-Mindestgehälter
  2. Erhöhung der Ist-Löhne bzw. Ist-Gehälter
  3. Erhöhung der im Kollektivvertrag angeführten Zulagen im Ausmaß der Erhöhung der Mindestlöhne/gehälter bzw. im Ausmaß der Istlöhne/gehälter, abweichend davon stärkere Berücksichtigung der Schicht- und Nachtzulage
  4. Erhöhung der Aufwandsentschädigungen unter stärkerer Berücksichtigung des Betriebsfahrtensatzes
  5. Überdurchschnittliche Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen
  6. Rahmenrechtliche Verbesserungen
    • Verbesserung der Anrechnungsbestimmungen für Urlaubsanspruch
    • Regelungen zu „Lebensphasengerechtes Arbeiten“ (zB Sabbatical und Altersteilzeit)
    • Regelungen zu „Schicht-, Nacht- und Schwerarbeit“
    • Regelungen für Arbeiten bei extremen Verhältnissen (Hitze/Kälte/Lärm/Sturm/Arbeiten in Kavernen etc.)
    • Regelungen für Menschen mit Behinderung
    • Kilometergeld bei Dienstfahrten mit dem privaten Fahrrad
    • Ermöglichung der „Freizeitoption"
    • Regelungen für höhere Überstundenzuschläge
    • Wahlrecht für AN bei allen Überstunden, ob diese in Freizeit oder Geld abgegolten werden; und Regelung über ein einseitiges Antrittsrecht
    • Bezahlte Pause von mindestens 15 Minuten nach der 10. Arbeitsstunde
    • Klare, rechtssichere, branchen- und praxisgerechte Gewährleistung des Freiwilligkeitsprinzips bei Überstunden
    • Klarstellung der Auszahlung der Kinderzulage z. B. freiwillige Karenzen
    • Fortführung der Arbeitsgruppe „Erhöhung des Frauenanteils in den Unternehmen“
  7. Geltungstermin: 1. Februar 2019

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