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KV Privatforste: Arbeitgeber verweigern Lohnverhandlungen

PRO-GE fordert faire Lohnerhöhung für harte und gefährliche Arbeit.

Die zweite Kollektivvertragsverhandlung für die rund 2.000 ArbeiterInnen der heimischen Privatforste wurde am 22. Jänner von den Arbeitgeberverhandlern ohne Ergebnis abgebrochen. Die Arbeitgeberseite will nicht mehr weiter verhandeln und stattdessen eine unverbindliche Empfehlung an die Unternehmen abgeben, die Löhne um 2,4 Prozent zu erhöhen. Die PRO-GE ruft daher am 4. Februar eine österreichweite Betriebsrätekonferenz in Leoben ein, um die weitere Vorgangsweise zu beraten.

Fairness für Beschäftigte

Josef Reisenbichler, Verhandlungsleiter auf Arbeitnehmerseite, fordert Fairness für die Beschäftigten ein. Dies könne aber nur mit einem sozialpartnerschaftlichen Abschluss und einer spürbaren Lohnerhöhung erreicht werden. Zwar liege die Arbeitgeber-Empfehlung etwas über der vorjährigen Inflationsrate von zwei Prozent, der tägliche Einkauf verteuerte sich 2018 aber um ganze 2,6 Prozent.

Harte und gefährliche Arbeit

"Die Beschäftigten in der Forstwirtschaft gehören sicher nicht zu den Schwerverdienern, obwohl sie sehr schwer arbeiten. Gerade durch die Windwürfe und den Schneebruch in den letzten Monaten ist die Situation in der Forstwirtschaft nicht einfacher geworden und die Forstarbeiter sind noch mehr gefordert. Auch darum haben sich die Beschäftigten einen guten Abschluss verdient", erklärt Reisenbichler. Zudem müsse man das erhöhte Gesundheits- und Unfallrisiko sowie den Lohnausfall durch die saisonale Arbeitslosigkeit bedenken.

Arbeitnehmer sind keine Bittsteller

"Die Weigerung, weiter zu verhandeln, ist ein schweres Foul, dass der Sozialpartnerschaft in Österreich keinen guten Dienst erweist. Wir lassen nicht zu, dass die ArbeitnehmerInnen in der Forstwirtschaft zu Bittstellern gemacht werden", sagt PRO-GE-Bundesvorsitzender Rainer Wimmer und fordert die Arbeitgeber auf, die Lohnverhandlungen rasch wieder aufzunehmen.

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