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Textilindustrie: Forderungen übergeben

Gewerkschaften fordern höhere Löhne und Verbesserungen in Bezug auf die Arbeitszeit.

Ergebnis der Befragung zum KV-Start Ergebnis der Befragung zum KV-Start
Am 14. März eröffneten PRO-GE und GPA-djp die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 12.000 Beschäftigten der österreichischen Textilindstrie mit der Übergabe des Forderungsprogrammes. Im Mittelpunkt stehen für die Gewerkschaften neben ordentlicher Lohnerhöhungen Ausgleichsmaßnahmen zu den Verschelchterungen durch das seit September geltende Arbeitszeitgesetz der Regierung. Die im Vorfeld durchgeführte Befragung der Beschäftigten bestätigte diese Schwerpunktsetzung auf Geld und Zeit. Die zweite Verhandlungsrunde folgt am Donnerstag, den 21. März 2019.
 
Das Forderungsprogramm beinhaltet folgende Punkte:
  • Spürbare Erhöhung der Mindestgehälter. Mindestlöhne laut Stufenplan zu 1.500 Euro Mindestlohn.
  • Spürbare Erhöhung der IST-Löhne/Gehälter.
  • Überproportionale Erhöhung der Lehrlingsentschädigungssätze.
  • Erhöhung der Aufwandsentschädigungen, Erhöhung der Reisekosten- und
  • Trennungsentschädigung, Messegelder.
  • Volle Anrechnung von Karenzzeiten auf alle Ansprüche, die sich nach der Dauer des Dienstverhältnisses bemessen. Ausweitung auf Hospiz-, Weiterbildungs- und andere Karenzen.
  • Jubiläumsgeld als Anspruch im Kollektivvertrag.

Rahmenrechtliche Verbesserungen, insbesondere gesundheitsfördernde Ausgleichsmaßnahmen im Zusammenhang mit den neuen Bestimmungen des AZG/ARG

  • 100%-Zuschläge für die 11. und 12. tägliche Arbeitsstunde, sowie ab der 51. Arbeitsstunde wöchentlich unabhängig davon ob es sich um Überstunden oder Gleitzeitstunden handelt. Die Vergütung der 11. und 12. täglichen Arbeitsstunde bzw. ab der 51. wöchentlichen Arbeitsstunde, sowie die Zuschläge darauf dürfen nicht in All-In Vereinbarungen inkludiert werden, sondern müssen separat ausgewiesen und abgegolten werden.
  • Bezahlte Pause von mindestens 15 Minuten nach der 10. Arbeitsstunde
  • Wahlrecht für AN bei allen Überstunden, ob diese in Freizeit oder Geld abgegolten werden; und Regelung über ein einseitiges Antrittsrecht
  • Familienzeitbonus (Papamonat): Rechtsanspruch und Kündigungsschutz
  • Leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche
  • 24. und 31. Dezember (bezahlt) arbeitsfrei.
  • Außerdem fordert die PRO-GE im Rahmenrecht für die ArbeiterInnen die Aufnahme von Gesprächen über die Einführung von Kompetenz-/Dienstalterszulagen
Die Lohnrunde wird wie im Vorjahr von einem gemeinsamen Verhandlungskomitee der ArbeiterInnen und Angestellten (PRO-GE und GPA-djp) verhandelt werden.
 
Als Beilage findest du unter diesem Artikel das Auftaktplakat und das Forderungsprogramm als Download.

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