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Protest-Aktion vor 4. Runde Fleischer-KV

"Schweinerei!" - Fleischer fordern höhere Löhne

Nachdem am 25. Juli die dritte KV-Runde für die rund 13.000 ArbeiterInnen der Fleischwarenindustrie und Fleischergewerbe ergebnislos abgebrochen wurde, finden die Verhandlungen morgen, 4. September, ihre Fortsetzung. „Bis dato liegt kein akzeptables Angebot der Arbeitgeberseite für ordentliche Lohnerhöhungen vor. Eine Erhöhung von nur einem Prozent werden wir nicht hinnehmen. Damit wäre nicht einmal die Inflation abgedeckt“, unterstreicht der für die ArbeitnehmerInnen verhandelnde Gewerkschafter Erwin Kinslechner. „Ich erwarte mir, dass die Arbeitgeberseite morgen endlich den nötigen Respekt vor den Beschäftigten zeigt und dementsprechende Vorschläge präsentiert“, so Kinslechner.

In den vergangenen Tagen und Wochen haben in den von der PRO-GE organisierten Betrieben flächendeckend Betriebsversammlungen stattgefunden. „Die Stimmung unter den Arbeiterinnen und Arbeitern war kämpferisch und sie haben sich solidarisch mit unseren Forderungen gezeigt“, sagt Kinslechner.

In allen Betrieben sei die Resolution, in der neben angemessenen Lohnerhöhungen auch Zuschläge bei Arbeiten im Kälte- und Hitzebereich, Ausgleichsmaßnahmen für den 12-Stunden-Tag, Verbesserungen für Lehrlinge, die Umsetzung des 1.500 Euro Mindestlohnes für das Fleischergewerbe und der Geltungstermin für den neuen KV mit 1. Juli 2019 gefordert wurde, einstimmig angenommen worden. Letzteres sei in der dritten Verhandlungsrunde von Arbeitgeberseite infrage gestellt worden. „Die Verschiebung des Geltungstermins würde de facto eine Lohnkürzung bedeuten. Geht es nach den Arbeitgebern, sollen die Beschäftigten der Branche die Auswirkungen des Preiskampfes im Handel bezahlen“, unterstreicht der Gewerkschafter.

Um auch öffentlich auf die Situation der Arbeiter und Arbeiterinnen aufmerksam zu machen, wird morgen vor dem Start der Verhandlungen, die im Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie stattfinden, eine Protestaktion stattfinden.

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