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Auch in 4. Runde kein Ergebnis

Nächste Verhandlungsrunde ist am Montag, 23. September

"Schweinerei!" - Fleischer fordern weiter höhere Löhne

In den Lohnverhandlungen für die 13.000 ArbeiterInnen in der Fleischwarenproduktion ist es auch in der vierten Runde zu keiner Einigung gekommen. Am 23. September wird weiter verhandelt werden. Dass bis dahin Aktionen stattfinden, ist nicht ausgeschlossen, sagt PRO-GE-Chefverhandler Erwin Kinslechner.

"Wir haben uns sehr bewegt als ArbeitnehmerInnen", so Kinslechner. Die Arbeitgeber hätten sich jedoch "nicht einsichtig" gezeigt. Diese bieten eine Lohnerhöhung von 2,3 Prozent, während die Gewerkschaft 2,8 Prozent mehr fordert. Das Angebot sei "unwürdig" und "sehr enttäuschend", sagte der Gewerkschafter. Die Arbeitgeber hätten erneut auf den Preisdruck aufgrund des Ausbruchs der Schweinepest in China verwiesen und ein höheres Angebot verweigert. Doch nicht nur eine anständige Lohnerhöhung, auch die Umsetzung des OGH-Urteils, wonach Umziehzeiten als Arbeitszeiten abzugelten sind, ist ein Knackpunkt bei den Verhandlungen. "Sie wollen die Bezahlung der Umkleidezeit der Lohnerhöhung gegenrechnen", erklärt Kinslechner und weiter: "Das kann man so natürlich nicht machen. Die Bezahlung der Umkleidezeit wurde ausjudiziert, wir erwarten uns nur, dass den ArbeiterInnen bezahlt wird, was ihnen zusteht."

Um auf die Lage der ArbeitnehmerInnen in der Fleischwarenindustrie und im Fleischergewerbe hinzuweisen, fand vor der 4. Verhandlungsrunde eine Protestaktion vor dem Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie in Wien statt. Mit einem riesigen, aufblasbaren Schwein, mit Transparenten und Schildern wurde auf die Forderung nach einer fairen Lohnerhöhung für die ArbeiterInnen hingewiesen. "Wir fordern, dass die Arbeitgeber endlich einlenken und den ArbeiterInnen geben, was sie verdient haben. Unsere Löhne sind sowieso kein Leckerbissen", betont auch Robert Schwarzbauer, Betriebsrat der Firma Radatz und Vorsitzender des Verhandlungsteams der Fleischer.

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