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Betriebsräte bringen höhere Einkommen für die Beschäftigten

Neue FORBA-Untersuchung zeigt Gehaltsunterschiede in Betrieben mit und ohne Betriebsrat

Wer in einem Unternehmen mit Betriebsrat arbeitet, verdient im Durchschnitt mehr als jemand, der in einem Betrieb ohne Betriebsrat arbeitet. Dieses interessante Ergebnis stellte Bettina Stadler von der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) bei einer Veranstaltung der AK Wien und SOZNET am 7. Oktober vor.

Betriebsräte sorgen für korrektere Bezahlung

Basis der Untersuchung ist die „European Working Conditions Survey“, für die mehr als 1.000 Interviews mit Erwerbstätigen in Österreich durchgeführt wurde. In Unternehmen mit Betriebsräten gibt es im Vergleich zu den Unternehmen ohne Betriebsrat häufiger eine korrektere – und damit höhere – Abgeltung von Überstunden, extra Bezahlung für schwierige Arbeitsbedingungen und andere finanzielle Vorteile. Das hat zur Folge: In einem Unternehmen mit Betriebsrat zu arbeiten, bedeutet für die Beschäftigten ein höheres Stunden-Nettoeinkommen als in Betrieben ohne Betriebsrat. Pro Arbeitsstunde macht der Unterschied netto im Durchschnitt 1,50 Euro aus. „Die Höhe der Netto-Stundenlöhne ist stark beeinflusst von unterschiedlichen Beschäftigtenstrukturen und Traditionen in den Branchen, regionalen Unterschieden und weiteren Faktoren“, sagt Bettina Stadler. „Alles in allem sind die mittleren Löhne in Betrieben mit Betriebsrat höher als in Betrieben ohne Betriebsrat.“

Bessere Work-Life-Balance

Betriebsräte bringen auch bessere Information über Gesundheit und Sicherheitsmaßnahmen. Dazu kommt: Mit Betriebsrat wird vor allem bei kleinen bis mittelgroßen Betrieben die Vereinbarkeit von Arbeitszeiten und Verpflichtungen außerhalb der Arbeitszeit als besser eingeschätzt. Die Untersuchung zeigt auch: Je größer der Betrieb desto wahrscheinlicher ein Betriebsrat.

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