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10 Jahre Produktionsgewerkschaft

Am 26. November 2009 gründete sich die PRO-GE aus den Gewerkschaften Metall-Textil-Nahrung und jener der Chemiearbeiter.
PRO-GE Gründungsgewerkschaftstag Gründung der Gewerkschaft PRO-GE 2009
Demo gegen CETA und TTIP am 17.09.2016 in Wien Demo gegen CETA und TTIP 2016
Demo gegen 12-Stunden-Tag am 30.06.2018 100.000 Menschen protestierten am 30. Juni 2018 gegen die Einführung des 12-Stunden-Tages.
Forderungsprogrammübergabe MI2019 Bei den Kollektivvertragsverhandlungen in der Metallindustrie 2019 wurde ein Mindestlohn von 2.000 Euro vereinbart.
Seit Gründung der PRO-GE vor zehn Jahren hat sich viel getan. Wir haben viel für die ArbeitnehmerInnen erreicht, mussten aber speziell unter der türkis-blauen Regierung auch einige (Rück-)Schläge einstecken. Es gibt also nach wie vor viele Probleme, für deren Lösung wir weiterkämpfen werden.
 
2009 gründete sich aus der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) und der Gewerkschaft der Chemiearbeiter (GdC) die neue Produktionsgewerkschaft – kurz PRO-GE. Rainer Wimmer wurde zum ersten Bundesvorsitzenden gewählt und zwei Mal in Folge in dieser Funktion bestätigt. Die PRO-GE ist seither mit über 230.000 Mitgliedern die größte ArbeiterInnengewerkschaft innerhalb des ÖGB. Was auch nach der Neugründung gleichgeblieben ist: die Mitglieder stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. So konnten wir jedes Jahr für sie rund 30 bis 40 Millionen Euro durch den, für Mitglieder kostenlosen, Rechtsschutz erstreiten. Die PRO-GE erkämpft jährlich auch mehrere hundert Millionen Euro an Lohnzuwachs durch die Verhandlung von rund 120 Kollektivverträgen.
 
Ausgewählte Meilensteine 2009 bis 2019
 

Auf kollektivvertraglicher Ebene aber auch politisch konnten wir in den vergangenen zehn Jahren so einiges erreichen:

  • Zwei Jahre nach Gründung der PRO-GE wird im Kollektivvertrag Metallindustrie 2011 ein Mindestlohn von 1.500 Euro erreicht. 
  • In der Elektro- und Elektronikindustrie wird 2013 erstmals die sogenannte "Freizeitoption" verhandelt. Damit haben die ArbeitnehmerInnen die Möglichkeit, ihre Lohnerhöhung in freie Tage umzuwandeln sofern es dazu eine Betriebsvereinbarung gibt. Seither wurde die Freizeitoption noch in einigen anderen Kollektivverträgen vereinbart.
  • 2015 folgt die Regierung den Forderungen von ÖGB, AK und über 880.000 Wahlberechtigten und verabschiedet die größte Steuerreform seit 40 Jahren.
  • Die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA rufen ebenfalls viele Kritiker auf den Plan. Das Bündnis „TTIP stoppen“, dem auch die PRO-GE angehört, schafft es, den Protest breit aufzustellen. 2016 gipfelt der Widerstand in zeitgleichen Demonstrationen in mehreren europäischen Städten. Auch in Österreich nehmen insgesamt 25.000 Menschen an den Protestmärschen teil. Die Verhandlungen über TTIP liegen seit Anfang 2017 auf Eis. Durch die breite Kritik, vor allem an den privaten Schiedsgerichten in Freihandelsabkommen, legt die EU-Kommission schließlich einen neuen Vorschlag zum Investitionsschutz vor. Damit sind die privaten Schiedsgerichte Geschichte.
    >>> Fotos von der Demo in Wien
  • Im Herbst 2017 wird auf Druck der Gewerkschaften die rechtliche Angleichung von ArbeiterInnen und Angestellten beschlossen.
  • Trotz massiven Widerstands und einer Großdemo Ende Juni 2018 mit 100.000 TeilnehmerInnen, führt die türkis-blaue Regierung verfrüht mit 1. September 2018 eine gesetzliche Ausweitung der Höchstarbeitszeit auf zwölf Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich ein. Laut einer Erhebung 2019 ist seither in jedem dritten Unternehmen der 12-Stunden-Tag Realität. Arbeiterkammer und Gewerkschaften sind nach wie vor strikt gegen dieses rückschrittliche Arbeitszeitgesetz. Neben den gesundheitlichen Schäden und der Unverbeinbarkeit mit der Familie seht vor allem die Ausschaltung der Mitbestimmung durch das „Schutzschild“ Betriebsrat und damit die Machtlosigkeit (trotz angeblicher Freiwilligkeit) von einzelnen ArbeitnehmerInnen gegenüber angeordneten Überstunden, weiterhin scharf in der Kritik.
    >>> Fotos von "Nein zum 12-Stunden-Tag"
  • Bei den Kollektivvertragsverhandlungen in der Metallindustrie wird 2019 der Mindestlohn von 2.000 Euro erreicht. Nur im Kollektivvertrag Mineralölindustrie konnte dieser hohe Mindestlohn bereits erreicht werden. Insgesamt lag der Mindestlohn Ende Oktober 2019 in 70 Kollektivverträgen bei 1.500 Euro oder darüber, Stufenpläne zur Anhebung auf 1.500 Euro gab es zu diesem Zeitpunkt in 23 Kollektivverträgen.
    >>> Fotos von den KV-Verhandlungen Metallindustrie 2019
Die Bilanz der letzten zehn Jahre zeigt auch, dass Solidarität, Zusammenhalt und füreinander einstehen noch lange nicht ausgedient haben. In einer Gesellschaft, in der die neoliberale Idee: „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“ immer mehr um sich greift, sind diese Werte wichtiger denn je. Die Geschichte der ArbeiterInnenbewegung ist ein Paradebeispiel dafür, was erreicht werden kann, wenn sich Menschen zusammentun und gemeinsam für etwas kämpfen. In diesem Sinne möchten wir uns bei allen Mitgliedern bedanken, für die Solidarität und Zusammenhalt keine leeren Worte, sondern gelebte Realität sind. Glück auf!

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