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Secop in Fürstenfeld: Belegschaft stellt Ultimatum – sonst Warnstreiks am 9. Dezember

Weiterführung einer Produktlinie: Secop-Eigentümer Orlando muss ernsthafte Verhandlungen mit Nidec aufnehmen.

Am 5. Dezember 2019 fanden bei der Secop Austria GmbH Betriebsversammlungen statt. "Die Verunsicherung bei der Belegschaft ist groß. Trotz des Interesses der Nidec, von Secop die sogenannte Delta-Linie (Kühlkompressoren) zu übernehmen und somit den Standort Fürstenfeld und somit die Arbeitsplätze zu sichern, macht Secop-Eigentümer Orlando keine ernsthaften Versuche, die Gespräche mit Nidec voranzutreiben", kritisiert der steirische Landessekretär der Gewerkschaft PRO-GE, Hubert Holzapfel.

Die Belegschaft hat daher beschlossen – sollte Orlando nicht bis spätestens 8. Dezember in Verhandlungen treten – am 9. Dezember Warnstreiks abzuhalten.

Kampf um Arbeitsplätze
 
Holzapfel erläutert weiter, dass bei einem Rückkauf der Delta-Linie durch Nidec auch die Rückendeckung der EU-Wettbewerbsbehörde zu erwarten sei: "Vertreter der Behörde haben bestätigt, dass sich die Rahmenbedingungen geändert haben und daher die Chancen für eine Zustimmung gegeben sind, sollte Nidec wieder in die Delta-Linie einsteigen."
 
Secop-Eigentümer Orlando scheint aber nach wie vor die Verlagerung des Produktionsstandortes ins Ausland zu bevorzugen. "Dabei war der Verkauf an Secop an die Bedingung geknüpft, Standort und Arbeitsplätze zu erhalten. Die Verlagerung wäre sozial unverantwortlich und ein Schlag für die gesamte Region", so der PRO-GE Landessekretär. Er betont, dass die Belegschaft auch gewillt ist, ab 13. Dezember ganze Streiktage einzulegen, sollte sich herausstellen, dass Orlando nur Scheinverhandlungen mit Nidec geführt habe. "Die kommende Woche wird entscheidend. Die Kampfbereitschaft der Belegschaft ist hoch und die volle Unterstützung der Gewerkschaft ist gegeben", sagt Holzapfel.
 

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