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Start der KV-Verhandlungen für die Elektrizitätsversorgungsunternehmen

Gewerkschaften übergaben Forderungsprogramm
Die Kollektivvertragsverhandlungen für die Beschäftigten in den Elektrizitätsversorgungsunternehmungen Österreichs haben am
17. Dezember 2019 mit dem traditionellen Wirtschaftsgespräch begonnen. Die Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) und die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) übergaben das Forderungsprogramm 2020 an die Arbeitgeber. Von Seiten der Gewerkschaften GPA-djp und PRO-GE wurde auf die gute Ertragslage der Unternehmen und auf die hohe Qualifikation der ArbeitnehmerInnen in der Branche sowie deren enorme Leistungs-bereitschaft hingewiesen. Erst bei den vergangenen Unwettern haben die Beschäftigten ihre hohe Loyalität und Flexibilität unter Beweis gestellt.
 
Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass die Herausforderungen durch den Klimawandel und die damit verbundenen hohen Investitions-erfordernisse nur durch sehr gut ausgebildete Beschäftigte in der Branche zu stemmen sind. Daher fordern GPA-djp und PRO-GE einen entsprechenden Reallohn- und Gehaltszuwachs für die Beschäftigten sowie die Umsetzung der rahmenrechtlichen Forderungen.
 
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 14. Jänner 2020 statt.
 
Forderungen für die KV Verhandlungen EVU 2020
 
  • Erhöhung der KV-Mindestlöhne bzw. KV-Mindestgehälter
  • Erhöhung der Ist-Löhne bzw. Ist-Gehälter
  • Erhöhung der im Kollektivvertrag angeführten Zulagen im Ausmaß der Erhöhung der Mindestlöhne/gehälter bzw. im Ausmaß der Istlöhne/gehälter, abweichend davon stärkere Berücksichtigung der Schicht- und Nachtzulage
  • Erhöhung der Aufwandsentschädigungen unter stärkerer Berücksichtigung des Betriebsfahrtensatzes
  • Überdurchschnittliche Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen
 
Rahmenrechtliche Verbesserungen
  • Verbesserung der Anrechnungsbestimmungen für Urlaubsanspruch
  • Gleichstellung der Überstundenregelungen für Teilzeitkräfte
  • Rechtsanspruch für ArbeitnehmerInnen auf Altersteilzeit
  • Regelungen für Menschen mit Behinderung (z.B. Errichtung einer sozialpartnerschaftlichen Kommission auf Betriebsebene, KV-Ermächtigung zu einer Betriebsvereinbarung)
  • Ermöglichung der „Freizeitoption“
 
EVU KV 2020
  • Wahlrecht für AN bei allen Überstunden und Jubiläumsgeld „alt“, ob diese in Freizeit oder Geld abgegolten werden; Regelung über ein einseitiges Antrittsrecht der ArbeitnehmerInnen
  • Regelungen für Übernahme von überlassenen ArbeitnehmerInnen
  • Tägliche Ruhezeiten auf 11 Stunden festsetzen
  • Streichung § 23, Abs. 5 f im Angestelltenkollektivvertrag
  • Fortführung der bestehenden Arbeitsgruppen (Frauenarbeitsgruppe sowie Schicht-, Nacht- und Schwerarbeit und Arbeiten bei extremen Verhältnissen)
  • Redaktionelle Überarbeitung der Kollektivverträge
  • Evaluierung der Töchterliste

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