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Sexuelle Orientierung und Identität am Arbeitsplatz

Broschüre nennt Forderungen und zeigt Wege auf, LGBTQI-ArbteitnehmerInnenrechte zu sichern und voranzubringen.
ArbeitnehmerInnen verbringen viel Zeit am Arbeitsplatz – und dort ist man nie nur Arbeitskraft, sondern immer auch Mensch. Daher soll sich niemand dafür verstecken müssen, wer „er“ oder „sie“ ist oder wen man in seinem Leben liebt. Denn das macht uns nicht nur als Mensch aus, sondern das ist es auch, was unsere Beziehung zu den KollegInnen bereichert und ein gutes Arbeitsklima auszeichnet. Nur in einem guten Arbeitsklima können sich MitarbeiterInnen mit Freude und Engagement ihrer Aufgabe widmen – und müssen ihre Energie nicht für Verstecken oder Abwehrkämpfe vergeuden.
 
Ein diskriminierungsfreies Arbeitsklima schafft hohe Arbeitszufriedenheit, eine stärkere Bindung der MitarbeiterInnen und fördert die kollegiale Zusammenarbeit. Das führt zu besserer Kommunikation, weniger Krankenständen und geringerer MitarbeiterInnen-Fluktuation.

Es ist daher auch im Sinne des Unternehmens, dass im Betrieb Offenheit und gegenseitiger Respekt herrschen und niemand ungerecht behandelt wird.

BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen sind in erster Linie AnsprechpartnerInnen, wenn es um sexuelle Diskriminierung am Arbeitsplatz geht. Gewerkschaften müssen dieses Thema auch durch Regelungen der Gleichstellung in Kollektivverträgen aufnehmen. Wie das gehen kann, wird in einer Broschüre - die es nun auch in deutscher Sprache gibt - veranschaulicht. Neben praktischen Tipps und Beispielen, etwa für diskriminierungsfrei formulierte Kollektivverträge, enthält die Broschüre noch viele weitere interessante Infos über die Rechte von LGBTQI-Personen weltweit und über  Diskriminierung am Arbeitsplatz. Die Abkürzung LGBTQI steht für lesbische, schwule, bisexuelle, transgener, queere und intersexuelle Menschen.
 

 

Erste Tagung der Lenkungsgruppe LGBTQI-ArbeitnehmerInnen

Der Weltgewerkschaftsdachverband IUL der LebensmittelarbeiterInnen und des Agrar und Gastronomiesektors lud 2018 in Wien zu einer internationalen Konferenz, um die Anliegen der LGBTQI-ArbeiterInnen zu beraten. Seit November 2019 besteht eine gewählte Koordinierungsgruppe in der IUL, ein Mitglied ist Gerhard Riess von der Gewerkschaft PRO-GE.

Die erste Tagung der Lenkungsgruppe LGBTQI-ArbeitnehmerInnen und Verbündete fand im Oktober 2018 in Wien statt.

Auch in Österreich ist die sexuelle Orientierung nicht egal

Für Österreich hat die Arbeiterkammer 2018 eine Studie zur Arbeitssituation der ca. 200.000 bis 300.000 unselbständig beschäftigten LGBTQI-Personen in Auftrag gegeben. Die präsentierten Ergebnisse kurz zusammengefasst: Öffentliche Akzeptanz und rechtliche Situation in Österreich haben sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Dass sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten am Arbeitsplatz keine Rolle spielen, ist aber nur eine Wunschvorstellung.

Bei den 1.300 befragten Personen zeigen sich schon statistisch deutliche Abweichungen zur Gesamtbevölkerung. So sind ArbeiterInnen mit nur fünf Prozent stark unterrepräsentiert. Rund jede/r Fünfte gab an, sexuelle Orientierung bzw. die Geschlechtsidentität in der Arbeit zu verheimlichen. Obwohl die rechtliche Gleichstellung kaum in Zweifel gezogen wird, waren rund 60 Prozent schon einmal von Gerüchten, obszönen Witzen oder Ausgrenzung betroffen und rund 30 Prozent haben auch berufliche Benachteiligungen erfahren.

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