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Aufregung um Traditionskonditorei Demel: Kein Geld für Sozialplan

Kündigungen trotz Kurzarbeitsmöglichkeit.

Die PRO-GE Wien kritisiert erneut die Traditionskonditorei Demel, die zum Unternehmen Do&Co von Attila Dogudan gehört. Bei Demel wurden von 86 Beschäftigten 29 gekündigt. Im Zuge einer späteren Kurzarbeitsvereinbarung wurde der Gewerkschaft signalisiert, dass Verhandlungen über einen fairen Sozialplan für die gekündigten MitarbeiterInnen rasch abgeschlossen werden können. Nach Zustimmung der Gewerkschaften zur Kurzarbeit will Do&Co allerdings plötzlich nichts mehr davon wissen.

"Trotz Millionengewinn im letzten Jahr gibt es laut Geschäftsführung scheinbar kein Geld zur Unterstützung für die oft älteren ArbeitnehmerInnen. Sie werden einfach auf die Straße gesetzt, ohne Chance auf Beschäftigung und ohne Unterstützung durch einen Sozialplan. Angesichts der Arbeitsmarktkrise und der vorhandenen Möglichkeit zur Kurzarbeit ist der Umgang des Unternehmens mit langjährigen MitarbeiterInnen wirklich schäbig", sagt Toni Steinmetz, Landessekretär der PRO-GE Wien.

Schlichtung beim Arbeits- und Sozialgericht

Die PRO-GE wird die Kündigungen anfechten und für eine Sozialplanvereinbarung die Schlichtung beim Arbeits- und Sozialgericht beantragen. Für Steinmetz ist die Vorgangsweise des Unternehmens aber sehr befremdlich. So gebe es zahlreiche Anfragen von Stammkunden, trotzdem werde der Verkauf nicht geöffnet. "Was hat Do&Co mit der Wiener Traditionskonditorei vor, wenn nicht einmal Geld für einen minimalen Sozialplan vorhanden ist. Herr Dogudan soll die Karten gleich auf den Tisch legen", fordert Steinmetz abschließend.

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