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100 ATB-Beschäftigte bei Kundgebung vor Nationalratssondersitzung

Regierung und Nationalrat sollen den Kampf für den Erhalt des Produktionsstandortes in Spielberg unterstützen
PRO-GE Bundesvorsitzender Rainer Wimmer
Arbeiterbetriebsratsvorsitzender Michael Leitner
PRO-GE Bundesvorsitzender Rainer Wimmer
Arbeiterbetriebsratsvorsitzender Michael Leitner
Rund 100 ATB-Beschäftigte aus der Steiermark reisten heute Vormittag gemeinsam mit Betriebsratsvorsitzenden Michael Leitner für die Sondersitzung des Nationalrates nach Wien an, um die Regierungsmitglieder und Abgeordneten über den Kampf um die Arbeitsplätze am Produktionsstandort Spielberg zu informieren. Zusammen mit GewerkschafterInnen der PRO-GE verteilten die Beschäftigten Flugblätter an die Abgeordneten und riefen auf, den Kampf gegen die „skrupellose Vorgehensweise der jetzigen Eigentümer“ zu unterstützen. 
 

Der Aufruf der ATB-Beschäftigten an die Abgeordneten zum Nationalrat und die Mitglieder der österreichischen Bundesregierung im Wortlaut:

„Die Firma ATB im steirischen Spielberg stellt Elektromotoren her und ist mit 360 Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Region. Der aktuelle Eigentümer unserer Firma, die chinesische Wolong-Gruppe, verfolgt ein klares Ziel: Die gesamte Produktion soll von Spielberg in ein Billiglohnland verlagert werden, als Mittel zum Zweck wurde unter dem Vorwand der Corona-Krise Insolvenz angemeldet.

Unter exzessiver Ausnutzung des Insolvenzrechts werden nun im laufenden Sanierungsverfahren unsere Maschinen an eine osteuropäische Konzerntochter verkauft. Damit wird der Einstieg seriöser Investoren verhindert. Es gibt das Angebot einer Hamburger Investorengruppe, unseren gesamten Betrieb mit allen MitarbeiterInnen zu übernehmen und den Produktionsstandort Spielberg mindestens fünf Jahre lang zu garantieren.

Unsere BetriebsrätInnen kämpfen gemeinsam mit den Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp sowie der steirischen Arbeiterkammer mit voller Kraft für den Erhalt unseres Werks. Die gesamte Region steht solidarisch hinter uns. Seitens der Bundesregierung konnten wir leider noch keine Unterstützung wahrnehmen. Mehrere Terminanfragen unseres Betriebsratsvorsitzenden an den Bundeskanzler sind seit Wochen unbeantwortet.

Wir, die bereits gekündigten oder von Kündigung bedrohten MitarbeiterInnen der ATB Spielberg, fordern Sie in unserem Namen und im Namen unserer mehr als 1.000 Familienmitglieder auf: 

Stellen Sie sich auf die Seite jener, die den Produktionsstandort Spielberg erhalten möchten! 
Verurteilen Sie die skrupellose Vorgehensweise der jetzigen Eigentümer! 
Unterstützen Sie uns beim Kampf um unsere Arbeitsplätze!“

 

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