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Mayr-Melnhof: 250 TeilnehmerInnen bei öffentlicher Betriebsversammlung

Sozialplan erreicht - Kampf um Arbeitsplätze geht weiter

Der Kartonhersteller Mayr-Melnhof (MM) will den Standort in Hirschwang (Niederösterreich) noch dieses Jahr schließen, obwohl das Werk in den letzten Jahren ständig Rekordergebnisse lieferte. So wurden 2018 und 2019 jeweils 10 Millionen Euro an Dividende ausgeschüttet. 2018 wurde der Standort sogar konzernweit als „Werk des Jahres“ ausgezeichnet. Dem MM-Management ist die gute Performance aber offenbar egal und damit verlieren 150 ArbeitnehmerInnen den Arbeitsplatz. Für sie geht es um die Existenz. Aus Protest gegen die Standortschließung fand daher am 15. Oktober eine öffentliche Betriebsversammlung vor der Wiener Konzernzentrale statt. Rund 250 ArbeitnehmerInnen und UnterstützerInnen versammelten sich vor dem Haupteingang, während zeitglich eine Aufsichtsratssitzung stattfand.

>>> Fotos von der öffentlichen Betriebsversammlung

Einigung über Sozialplan

Einen ersten Erfolg brachte die öffentliche Betriebsversammlung bereits am Vorabend. Betriebsrat und Gewerkschaft konnten gestern am späten Abend in der fünften Verhandlungsrunde eine Einigung über einen Sozialplan inklusive einer Arbeitsstiftung und einem Vorruhestandsmodell für die Beschäftigten auf den Weg bringen. „Es war uns wichtig, dass alle Beschäftigten vom Sozialplan umfasst werden. Nur dem Zusammenhalt der Belegschaft ist es zu verdanken, dass sich die Arbeitgeberseite in der letzten Runde endlich bewegt hat“, sagte Betriebsrat Wolfgang Reiter bei der Betriebsversammlung.

Mayr-Melnhof kann Arbeitsplätze schaffen

Die SpitzengewerkschafterInnen Klaudia Frieben (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp) forderten Mayr-Melnhof auf, notwendige Investitionen für das angrenzende MM-Verpackungswerk Neupack durchzuführen, um die Zukunft dieses Werkes zu sichern und damit auch für Arbeitsplätze zu sorgen. „Die beste Unterstützung für die  ArbeitnehmerInnen des Kartonwerkes sind sichere Arbeitsplätze. Das benachbarte MM-Werk kann hier einen wichtigen Beitrag liefern“, betonen Frieben und Dürtscher.

 

 

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