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PRO-GE zu Isovolta: ArbeiterInnen sind keine Menschen zweiter Klasse!

Sozialplan nur für Angestellte ist skandalös und inakzeptabel

Bei Isovolta am Standort Wr. Neudorf verlieren 55 MitarbeiterInnen ihren Arbeitsplatz, wie das Unternehmen gestern in einer Aussendung mitteilte. Zu dieser Mitteilung stellen der Isovolta-Arbeiterbetriebsrat Peter Vratny und der niederösterreichische Landessekretär der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) Patrick Slacik klar, dass der darin erwähnte Sozialplan nicht für ArbeiterInnen gilt. Gespräche mit den Betriebsräten hätte es zwar gegeben, ein Sozialplan konnte aber bis heute nicht abgeschlossen werden, berichtet Vratny. "Während man für die Angestellten den Sozialplan bereits finalisiert hat, sollen die Arbeiterinnen und Arbeiter leer ausgehen. Das ist skandalös und das lassen wir uns auch nicht gefallen!"

Weiters berichtet das Unternehmen in seiner Mitteilung davon, dass 35 ArbeiterInnen ein Jobangebot von der Schwesterfirma FunderMax erhalten haben. "Auch diese Darstellung ist unvollständig", kritisiert Betriebsrat Vratny. "Die Angebote waren deutlich schlechter als die bisherigen Arbeitsverhältnisse. Deshalb wurde das Angebot auch nur von drei Beschäftigten angenommen."

"Soziale Verantwortung sieht anders aus", steht PRO-GE Landessekretär Slacik dem Betriebsrat zur Seite. Ein Unternehmen das für Angestellte, aber nicht für seine ArbeiterInnen Sozialpläne vorsieht, habe er noch nie erlebt. "Das ist vollkommen inakzeptabel. Die Isovolta kann sich aus einem Sozialplan für alle Betroffenen nicht herausreden. Gerade die Leute, die jetzt ihren Job verlieren benötigen eine finanzielle Unterstützung, um die Phase der Arbeitslosigkeit besser zu überbrücken!"

Isovolta hat alle 162 Beschäftigten beim AMS Frühwarnsystem angemeldet. Die Gewerkschaft PRO-GE und die Arbeiterbetriebsräte mahnen die soziale Verantwortung des Unternehmens ein, ein Termin gestern Vormittag mit dem Vorstand blieb aber ergebnislos. "Sollte der Vorstand den im Gesetz vorgeschriebenen Sozialplan weiterhin verweigern, werden Protestmaßnahmen nicht mehr ausgeschlossen", kündigen Vratny und Slacik an.

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