Um dir bestmögliches Service zu bieten, speichert proge.at Informationen über deinen Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber findest Du in der Datenschutzerklärung.
www.proge.at

Disput bei Magna in Serbien beigelegt

PRO-GE, Europäischer Betriebsrat und internationale Dachverbände vermittelten Rückkehr an den Verhandlungstisch

Vor rund einem Jahr entließ das Magna Werk für Sitzsysteme im serbischen Odžaci Dalibor Antanasijević, den örtlichen Vorsitzenden der Industrijski Sindikat Srbije (ISS). Antanasijević leistete einen entscheidenden Beitrag zur gewerkschaftlichen Organisation des Werks und der Etablierung lokaler Gewerkschaftsstrukturen und agierte als Verhandlungsleiter bei Kollektivvertragsverhandlungen. Der Europäische Betriebsrat von Magna und die PRO-GE intervenierten umgehend, Magna verweigerte aber die Wiedereinstellung von Antanasijević.

Ein Team aus dem Magna-Europabetriebsrates, der PRO-GE und der Dachorganisationen IndustriALL Global und industriAll Europe formierte sich zur Unterstützung der ISS und um Verhandlungen voranzutreiben. Die Firma erklärte, das Vertrauensverhältnis in ihren ehemaligen Beschäftigten sei unwiderruflich verloren. Als Kompromiss akzeptierte die ISS Antanasijević als Gewerkschaftsmitarbeiter zu engagieren und richtete die Verhandlungen auf die neuen Ziele aus, eine angemessene Abfindung für Antanasijević, eine Abkehr von gewerkschaftsfeindlichen Maßnahmen und den Abschluss eines fairen Kollektivvertrags, zu erreichen.

Am 18. April wurde nun eine Vereinbarung unterzeichnet. Darin enthalten ist neben einem Abfindungspaket für Antanasijević, eine Kooperationsübereinkunft zwischen Magna Odžaci und der ISS. Die Gewerkschaft erhält ihre Infrastruktur zurück, inklusive Büro, technische Geräte und administrative Unterstützung. Die im Dezember 2019 unterbrochenen Kollektivvertragsverhandlungen werden wieder aufgenommen und werden unter Beobachtung der PRO-GE, IndustriALL Global und industriAll zu einem Abschluss gelangen. Die Gewerkschaft ISS ist auch in Zukunft als repräsentativer Partner anzuerkennen.

Beide Seiten kamen überein, alle juristischen Schritte gegeneinander einzustellen. Magna erneuerte das Versprechen das nationale Arbeitsrecht und die Kernkonventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) einzuhalten. Die Vereinbarung wurde auch von den Dachorganisationen, der PRO-GE und dem Europäischen Betriebsrat unterzeichnet.

"Respekt für die Rechte von Beschäftigten und deren Gewerkschaften ist für uns als Europäischer Betriebsrat von besonderer Bedeutung und muss im ganzen Konzern Magna zur Anwendung kommen", erklärt Thomas Stoimaier, stv. Vorsitzender der Europabetriebsrates von Magna und Betriebsrat bei Magna Steyr in Graz. "Daher stand immer im Mittelpunkt, eine Einigung zu erzielen mit der die Zusammenarbeit von Gewerkschaften, Beschäftigten und Management im serbischen Werk geregelt wird. Das ist schlussendlich gelungen. Jetzt kommt es darauf an, das Geschriebene in die Praxis umzusetzen."

Das könnte Sie auch interessieren

07.05.2021

Breite Kritik an Köstinger

PRO-GE, AK und Umweltorganisationen kritisieren GAP-Strategie des Landwirtschaftsministeriums
28.04.2021

100.000 Todesfälle durch Arbeitsunfälle oder arbeitsbedingte Erkrankungen

28. April: Internationaler Arbeitergedenktag
23.04.2021

Streiks in deutscher Fleischindustrie

Darum kämpft die NGG um höhere Löhne, mehr Urlaub und deutschlandweite Kollektivverträge
13.04.2021

Betretungsverbot für Ex-MAN-Betriebsrat ist schweres Foul

PRO-GE: MAN-Management betreibt unwürdiges Schauspiel
08.04.2021

MAN Steyr: Angebot von Investor Wolf war ungenügend

Urabstimmung: 64 Prozent gegen Übernahme – PRO-GE weiterhin gesprächsbereit

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

PRO-GE Newsletter

Geschlecht
Geschlecht:
Name

Mit dem Absenden dieses Formulars stimme ich der Verarbeitung meiner eingegebenen personenbezogenen Daten gemäß den Datenschutzbestimmungen zu.