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Kritik an Swarovski: Beschäftigte sind keine Schachfiguren

Auch 250 statt 600 verlorene Arbeitsplätze sind ein herber Schlag

Swarovski reduziert für dieses Jahr vorgesehen Jobabbau

Harald Schweighofer und Bernhard Höfler setzen sich gemeinsam für die Swarovski-MitarbeiterInnen ein
Harald Schweighofer (GPA) und Bernhard Höfler (PRO-GE) Harald Schweighofer und Bernhard Höfler setzen sich gemeinsam für die Swarovski-MitarbeiterInnen ein

„Die MitarbeiterInnen benötigen Planungssicherheit und Kontinuität. Sie sind mit Sicherheit keine Schachfiguren“, zeigen Bernhard Höfler, Arbeiterkammer-Vorstand und Sekretär der Gewerkschaft PRO-GE Tirol, und Harald Schweighofer, Geschäftsführer der Gewerkschaft GPA Tirol, auf. Beide betonen: „Wir sind naturgemäß erleichtert, wenn der Jobabbau geringer ausfällt, aber jeder einzelne Arbeitslose ist einer zu viel. Auch 250 Arbeitsplatzverluste sind ein herber Schlag für die Betroffenen:“

Großteils Angestellte betroffen
„Die Konzernleitung hat offenbar eingesehen, dass erfahrene und gut ausgebildete MitarbeiterInnen das Fundament jedes Unternehmens sind. Die Geschäftsführung hat aus ihren Kommunikationsfehlern gelernt, ist jetzt frühzeitig in die Offensive gegangen und hat MitarbeiterInnen, Sozialpartner und Politik informiert“, so Schweighofer. Aufgrund der angeblich betroffenen Bereiche geht er davon aus, dass von den Kündigungen zum überwiegend großen Teil Angestellte betroffen sein werden. Schweighofer schlägt zudem einen anonymisierten Zugang zum Härtefallfonds vor: „Viele würden die Unterstützung benötigen, schämen sich aber. Anonymität wäre da eine entscheidende Hilfestellung.“

Unnötige Verunsicherung
„Man hätte sich und den Beschäftigten mit einem längeren Planungszeitraum und ruhigeren Überlegungen viel Unsicherheiten, Existenzängste und Frust ersparen können. Seit Monaten mussten die ArbeitnehmerInnen mit drohenden Kündigungen und Entlassungen rechnen, jetzt braucht man sie doch. Die Gewerkschaft hat immer ihre Gesprächsbereitschaft betont. Viel hätte man sich im letzten Jahr ersparen können“, so die beiden Gewerkschafter unisono.

Wichtiger Ansprechpartner und Vermittler war in dieser Zeit Ernst Daberto, Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates. Er betont einmal mehr: „Wir führen laufend Gespräche und arbeiten daran, die drohenden Kündigungen so gut es geht abzufedern. Wir sind für unsere KollegInnen in dieser schwierigen Zeit da!“

Standort Wattens weiter entwickeln
Höfler nimmt CEO Robert Buchbauer in die Pflicht: „Das Unternehmen Swarovski trägt nicht nur Verantwortung gegenüber seinen MitarbeiterInnen, sondern gegenüber der gesamten Region. Parallel zu der aktuellen Umstrukturierung sollten Maßnahmen getroffen werden, um den Standort weiter zu entwickeln beispielsweise in Bezug auf innovative Arbeitszeitmodelle und innerbetriebliche Qualifizierungsmaßnahmen. Es darf nicht nur um Zahlen gehen, im Mittelpunkt eines Unternehmens müssen gut ausgebildete Beschäftigte stehen. Sie bilden das Herzstück in einem Betrieb. Wenn das erkannt wird, kann Swarovski wieder zu einem Vorzeigeunternehmen werden.“

Aufruf an „Zurückgeholte“
Höfler richtet zudem einen Appell an jene Beschäftigten, die zuvor gekündigt und dann wieder zurückgeholt wurden: „Es besteht eine klare Vereinbarung, dass diese MitarbeiterInnen die gleichen Bedingungen vorfinden wie vor ihrem Arbeitsplatzverlust. Sollte das nicht der Fall sein, appellieren wir an alle Betroffenen, sich umgehend bei der Gewerkschaft zu melden!“.

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