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Welttag gegen Kinderarbeit: Situation für Kinder hat sich verschärft

Lieferkettengesetz könnte Verbesserungen bringen

Am 12. Juni ist Welttag gegen Kinderarbeit. Eine neue Studie von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) zeigt auf, wie dramatisch die Situation für Kinder in vielen Teilen der Welt ist. Erstmals seit 20 Jahren sind die Fortschritte bei der Überwindung von Kinderarbeit ins Stocken geraten. Weltweit ist die Zahl der Kinder in Kinderarbeit auf 160 Millionen gestiegen, das ist eine Zunahme um 8,4 Millionen Kinder in den letzten vier Jahren.

Mehr als die Hälfte der arbeitenden Kinder ist zwischen fünf und elf Jahre alt. Auch die Zahl derer, die besonders gefährliche Arbeit verrichten müssen - also Tätigkeiten, die ihre Sicherheit, körperliche oder seelische Gesundheit bedrohen, ist seit 2016 um 6,5 Millionen auf 79 Millionen gestiegen.

Befürchtet wird von den Studienautoren, dass sich die Situation in den kommenden Jahren noch weiter verschärft. Durch die Corona-Pandemie hat in einigen Regionen die Armut zugenommen, es könnten daher noch mehr Kinder zum Familieneinkommen beitragen müssen.

Verbindliche Regeln für Konzerne

In den vergangenen Jahren haben sich viele internationale Konzerne dazu verpflichtet, ihre Zulieferbetriebe zu überprüfen und damit unter anderem der Kinderarbeit den Kampf anzusagen. Diese Verhaltenskodizes greifen aber zu kurz und da es keine gesetzlichen Grundlagen gibt, ist oftmals schwer überprüfbar, wie ernst die Unternehmen diese selbst auferlegten Regeln nehmen.

Die PRO-GE, Mitglied im Netzwerk soziale Verantwortung (NeSoVe), unterstützt daher die Kampagne „Menschenrechte brauchen Gesetze!“. Ziel ist es, eine möglichst breite Unterstützung für ein Lieferkettengesetz zu erzielen. Die Bundesregierung soll möglichst rasch einen Entwurf für ein österreichisches Lieferkettengesetz vorlegen und sich auch für europäische Regelungen stark machen. Darüber hinaus fordern die InitiatorInnen der Kampagne auch, dass sich Österreich auf UNO-Ebene aktiv für das verbindliche UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten einzusetzen. 

Deine Unterschrift für Menschenrechte!

Wer die Forderungen unterstützen möchte, kann auf der Website des NeSoVe die Petition „Menschenrechte brauchen Gesetze!“ unterzeichnen.

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