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Comeback nach der Krise

Anerkennung für die Einsatzbereitschaft in der Krise muss sich auch im Geldbörsel auswirken.

Start zur Herbstlohnrunde 2021 am 21. und 23. September

Pünktlich zum Herbstbeginn startet auch dieses Jahr wieder die Herbstlohnrunde: Am 21. September wird die PRO-GE die Forderungen für die Arbeiterinnen und Arbeiter im Metallgewerbe an die Arbeitgeber übergeben, zwei Tage darauf erfolgt gemeinsam mit der Gewerkschaft GPA die Forderungspogrammübergabe für rund 190.000 Beschäftigte in Metallindustrie & Bergbau. Einmal mehr müssen die Verhandlungen für den KV Metallindustrie & Bergbau mit fünf Fachverbänden und einer Berufsgruppe getrennt geführt werden, wie das durch Aufkündigung der Verhandlungsgemeinschaft durch die Arbeitgeber im Jahr 2012 nötig wurde.

Die Krise ist überwunden

Wirtschaftlich markiert die Herbstlohnrunde 2021 einen Neustart nach der Krise. Laut Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) hat Österreich im Sommer wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Für 2021 wird eine Wachstumsrate von vier Prozent prognostiziert, für 2022 werden fünf Prozent erwartet. "Die wirtschaftliche Krise haben die Produktionsbranchen hinter sich gelassen", hält PRO-GE Bundesvorsitzender und Verhandlungsleiter Rainer Wimmer fest. "Die Beschäftigten haben einen gewaltigen Einsatz unter schwersten Bedingungen gezeigt und damit die Basis für das wirtschaftliche Comeback gelegt. Die Anerkennung dafür muss sich jetzt auch im Geldbörsel wiederfinden."

Gebot der Stunde: Kaufkraft stärken

Doch nicht nur die Wirtschaftsleistung steigt wieder an, auch die Inflationsrate ist hoch wie schon lange nicht mehr. Nach 1,4 Prozent im Jahresdurchschnitt für 2020, kletterte die Inflation im Zwölf-Monats-Schnitt im Juli schon auf 1,8 Prozent. Das Wifo prognostiziert einen Jahresdurchschnitt 2021 von 2,2 Prozent. "Wenn wir den wirtschaftlichen Schwung in das nächste Jahr mitnehmen wollen, müssen wir mit kräftigen Reallohnerhöhungen die Kaufkraft stärken", fordert Wimmer. Neben kräftigen Lohnerhöhungen wird die PRO-GE bei den diesjährigen Verhandlungen weitere Schwerpunkte auf Verbesserungen für SchichtarbeiterInnen und auf Steigerungen bei den Lehrlingseinkommen legen.

Gemeinsam mehr erreichen

Trotz der guten wirtschaftlichen Voraussetzungen, erwartet PRO-GE Verhandlungsleiter Wimmer eine harte Lohnrunde. "Bei KV-Verhandlungen gibt es keine Geschenke. Aber Gewerkschaften, Betriebsräte und Beschäftigte haben schon oft bewiesen, dass sie gemeinsam kämpfen können, wenn's drauf ankommt."

Termine:

21. September: Übergabe Forderungsprogramm Metallgewerbe

23. September: Übergabe Forderungsprogramm Metallindustrie & Bergbau, alle Fachverbände

29. September: Erste Verhandlung Metalltechnische Industrie

1. Oktober: Erste Verhandlung Bergbau & Stahlindustrie, Erste Verhandlung Nichteisenmetallindustrie

8. Oktober: Erste Verhandlung Fahrzeugindustrie, Erste Verhandlung Gießereiindustrie

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