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Chemische Industrie: Bis zu 5,9 Prozent mehr Lohn

Abschluss in vierter Runde: "Außerordentlich gute Erhöhungen stärken die Kaufkraft“

Am 3. Mai gingen die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 47.000 Beschäftigten der chemischen Industrie in die vierte Runde. Nach harter Verhandlung konnten die Gewerkschaften PRO-GE und GPA mit den Arbeitgebern nach acht Stunden einen Abschluss erzielen. 

120 Euro Mindesterhöhung

Die kollektivvertraglichen Löhne steigen um 4,95 Prozent. Die IST-Löhne werden um 4,75 Prozent erhöht, jedenfalls aber um mindestens 120 Euro. Dieser Mindestbetrag bedeutet für niedrigere Einkommen um bis zu 5,9 Prozent mehr Geld, ergibt nämlich die Prozent-Erhöhung weniger als 120 Euro, wird der Lohn eben um den Mindestbetrag erhöht. Dies gilt sowohl für die KV- als auch für die IST-Löhne. Die Lehrlingseinkommen steigen um 4,95 Prozent. 

Nur möglich durch Betriebsversammlungen

Die Erhöhungen gelten rückwirkend mit ersten Mai 2022. Die KV-Einigung für die chemische Industrie ist nach der Textil- und Papierindustrie der dritte Abschluss in der industriellen Frühjahrslohnrunde. „Die Betriebsversammlungen in der letzten Woche haben für die notwendige Bewegung gesorgt und einen Kollektivvertragsabschluss in dieser Höhe erst möglich gemacht. Angesicht der Teuerungen in den letzten Monaten sind die außerordentlich guten Erhöhungen eine wichtige Stärkung der Kaufkraft der ArbeitnehmerInnen“, zieht PRO-GE Chefverhandler Alfred Artmäuer Bilanz.

Der Abschluss im Überblick:

  • Erhöhung der Mindestlöhne um 4,95 Prozent
  • Erhöhung der IST-Löhne um 4,75 Prozent, mindestens 120 Euro (Erhöhung bis zu 5,9 Prozent)
  • Erhöhung des Lehrlingseinkommens um 4,95 Prozent
  • Erhöhung der Schicht- und Nachtarbeitszulagen um 4,95 Prozent
  • Erhöhung der Aufwandsentschädigungen und Messegelder um 3,9 Prozent

Neuer KV-Mindestlohn: 2.146,47 Euro

Geltungstermin: 1. Mai 2022
Laufzeit: 12 Monate

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