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Sonderbetreuungszeit jetzt wieder einführen!

Probleme der ArbeitnehmerInnen durch neue Regelungen lassen Regierung völlig kalt

Die Bundesfrauenvorsitzende der PRO-GE, Klaudia Frieben, fordert die sofortige Wiedereinführung der Sonderbetreuungszeit. „Die Bundesregierung lässt berufstätige Frauen im Regen stehen. Infizierte Kinder dürfen nicht in Volksschule oder Kindergarten, wie aber die Betreuung geregelt werden soll, lässt die Regierung offen“, kritisiert Frieben. Insbesondere ArbeiterInnen, die keine Möglichkeit zu Homeoffice haben, geraten unter Druck. „Familien brauchen Rechtssicherheit. Diese ist nur mit der Sonderbetreuungszeit gegeben“, so Frieben. Die vom Arbeitsministerium angeführten Bestimmungen im Angestelltengesetz und im ABGB seien nicht ausreichend, um sicherzustellen, dass Kinder über einen längeren Zeitraum betreut werden können.

Freistellungsanspruch für Schwangere nötig

Von Regierungsseite wurden auch die Schwangeren vergessen. „Mit der Aufhebung der Quarantänebestimmungen ist zu erwarten, dass die Corona-Infektionen am Arbeitsplatz zunehmen werden. Schwangere Frauen sind daher noch größeren Gefahren ausgesetzt, und zwar in allen Bereichen des Arbeitslebens. Es braucht daher dringend eine Freistellung von werdenden Müttern ab der 14. Schwangerschaftswoche, egal welchen Beruf sie ausüben“, betont die Gewerkschafterin. Insgesamt zeige sich an den Vorgängen der letzten Tage, wie kopflos die Bundesregierung agiere: „Hier werden neue Regelungen verkündet, um Applaus von Teilen der Wirtschaft zu bekommen. Mit welchen Problemen die ArbeitnehmerInnen dadurch konfrontiert werden, lässt diese Regierung völlig kalt“, so Frieben abschließend.

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