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Klaudia Frieben als Frauenvorsitzende bestätigt

Am Freitag und Samstag fand - in Vorbereitung auf den Gewerkschaftstag - die Bundesfrauenkonferenz der PRO-GE statt. Im Mittelpunkt stand die Wahl der Frauenvorsitzenden. Klaudia Frieben wurde erneut bestätigt, sie erhielt 96,2 Prozent der Delegiertenstimmen.
Bundesfrauenvorsitzende Klaudia Frieben

„Die gewerkschaftliche Frauenbewegung hat eine lange Tradition und war und ist stets Motor von bedeutenden gesellschaftspolitischen Verbesserungen. In der Sozialgesetzgebung hätte vieles nicht erreicht werden können, wenn nicht kämpferische Frauen Mut gezeigt und Hürden überwunden hätten“, so Frieben.

Derzeit stehe man in der Frauenpolitik vor besonderen Herausforderungen. Unter der schwarz-blauen Regierung seien Rückschritte zu erwarten. Die Frauenvorsitzende nannte in diesem Zusammenhang die Einführung des Familienbonus und die Schließung von Kindergartengruppen im ländlichen Bereich. „Es zeigt sich deutlich, dass ein konservatives Familienbild forciert werden soll. Während Wohlhabende von den Regierungsplänen profitieren, werden jene mit geringem Einkommen, wie zum Beispiel Alleinerzieherinnen, mit Almosen abgespeist. Für uns als Frauenorganisation in der Gewerkschaft heißt das, dass wir in den kommenden Jahren noch lauter auf die Ungerechtigkeiten aufmerksam machen müssen“, sagte Frieben.

 

 

Die PRO-GE Frauen haben sich deshalb ein ambitioniertes Arbeitsprogramm für die kommenden fünf Jahre vorgenommen. Unter dem Motto „Selbstbestimmt & Gleichberechtigt“ präsentierte man Visionen für eine moderne Arbeitswelt, die den Ansprüchen von Frauen gerecht wird. Wie Studien zeigen, sei im Zuge der Digitalisierung zu befürchten, dass Frauen stärker von Jobverlusten betroffen sein könnten. Die PRO-GE Frauen fordern daher ein Recht auf Weiterbildung, um Frauen auf die geänderten Anforderungen am Arbeitsmarkt optimal vorzubereiten. Ebenso will man eine Reduktion der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich, um die Chancen von Frauen auf Vollzeitarbeitsplätze zu erhöhen.

Mindestlohn von 1.700 Euro gefordert

Erfreulich sei, dass es eine Sozialpartnereinigung zur flächendeckenden Einführung eines Mindestlohnes von 1.500 Euro gebe. Davon würden vor allem Frauen profitieren, da sie überproportional in Niedriglohnbereichen tätig seien. Dennoch könne man sich mit den 1.500 Euro nicht zufriedengeben, man werde sich daher weiterhin für einen Mindestlohn von 1.700 Euro einsetzen. Wichtig ist für die PRO-GE Frauen auch die Weiterentwicklung der Einkommensberichte. Hier müsse man endlich um die geschlechtsspezifische Auflistung zusätzlicher Kriterien wie beispielsweise Prämien oder Pauschalen erweitern. Einen weiteren Schwerpunkt will man auf den Kampf gegen Gewalt an Frauen setzen. Hier soll vor allem in den Betrieben mehr Präventionsarbeit geleistet werden, um sexuelle Belästigung und Mobbing zu minimieren.

„Es geht darum, die Zukunft so zu gestalten, dass auch Frauen den ihnen zustehenden gerechten Anteil erhalten. Das werden wir nach außen aber auch innerhalb der Gewerkschaft mit Nachdruck vertreten. Bereits in den vergangenen fünf Jahren haben wir viel bewegen können, wie etwa die vollständige Anrechnung von Elternkarenzen auf dienstzeitabhängige Ansprüche. Dieses Engagement werden wir weiterhin zeigen und es wird uns gemeinsam gelingen, weitere Verbesserungen für die Arbeiterinnen zu erreichen“, betonte die PRO-GE Frauenvorsitzende abschließend.

 

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