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PRO-GE Salzburg für kürzere Arbeitszeiten

Stiegl-Betriebsrat Kinberger als Landesvorsitzender bestätigt

Im Vorfeld des dritten Gewerkschaftages der Produktionsgewerkschaft im Juni wählten 131 Delegierte der Salzburger Landeskonferenz am 9. März 2018 ein neues Landespräsidium und beschlossen zahlreiche Anträge. Unter anderem sprachen sich die GewerkschafterInnen für eine Verkürzung der Arbeitszeit, für Verbesserungen bei der Erreichung der sechsten Urlaubswoche und für eine Einführung von Vermögenssteuern aus. Stiegl-Betriebsratsvorsitzender Thomas Kinberger wurde mit 100 Prozent klar als Landesvorsitzender bestätigt.

Kürzere Arbeitszeiten

Lage und Ausmaß der Arbeitszeit haben große Auswirkungen auf das gesamte Leben. Daher ist es ein zentrales Ziel, dass sich Arbeitszeiten auch an den Bedürfnissen der arbeitenden Menschen orientieren. „Das beste Mittel dazu ist Erhalt und Ausbau der Mitbestimmung der BetriebsrätInnen und der ArbeitnehmerInnen“, sagte Kinberger. Trotz hoher Arbeitslosigkeit müssen ArbeitnehmerInnen Millionen Überstunden leisten, daher sei eine faire Verteilung der Arbeitszeit und „eine Arbeitszeitverkürzung für belastende Arbeiten und Arbeitszeitformen wie zum Beispiel Schichtarbeit notwendig“, betonte der Landesvorsitzende.

PRO-GE Bundesvorsitzender Rainer Wimmer prangerte die vielen Vorhaben der Bundesregierung an, die sich gegen ArbeitnehmerInnen, Arbeitssuchende und sozial Schwächere richten. So belegen etwa die Abschaffung der Notstandshilfe, die geplanten Radikal-Kürzungen der AMS-Förderungen, die Schwächung der betrieblichen Mitbestimmung oder die Aufweichung des Lohn- und Sozialdumpinggesetzes eindeutig eine arbeitnehmerfeindliche Grundhaltung der schwarz-blauen Regierung. „Es muss allen klar sein, dass die geplante Einführung einer 60-Stunden-Woche das Aus für bezahlte Überstundenzuschläge bedeutet“, fügte Wimmer beim Thema Arbeitszeit hinzu.

AK-Befragung

Kinberger und Wimmer kritisierten gemeinsam vehement die geplante Kürzung der finanziellen Mittel der Arbeiterkammer und riefen alle zur Teilnahme bei der Großbefragung von AK und ÖGB unter dem Motto „Wie soll Arbeit“ auf. „Nie zuvor wurde von einer Regierung ein so arbeitnehmer- und konsumentenfeindliches Programm vorgelegt. Wir stellen klar: Wer die Arbeiterkammer schwächen will, muss mit massiver Gegenwehr der PRO-GE rechnen“, sagen die beiden Spitzengewerkschafter.

3,5 Millionen Euro erkämpft

Die PRO-GE Salzburg vertritt rund 8.500 Mitglieder und konnte im Vorjahr mehr als 3,5 Millionen Euro im Rahmen ihrer Rechtsschutztätigkeit für ArbeitnehmerInnen erkämpfen. Ein Aufgabenschwerpunkt sind die jährlichen Kollektivvertragsverhandlungen in Industrie und Gewerbe. „Neben den kräftigen Lohnerhöhungen haben wir in vielen Branchen unter anderem auch Verbesserungen bei der Karenzanrechnung und für Lehrlinge den Fahrtkostenzuschuss zum Berufsschulinternat erreicht. Für diese Erfolge braucht es aber die Unterstützung der BetriebsrätInnen und der gesamten Belegschaften. Ohne deren starkes Auftreten hätten wir keine derart gute KV-Abschlüsse erreicht", betonte PRO-GE Landessekretär Daniel Mühlberger abschließend.

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