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PRO-GE Salzburg: Hauruck-Aktionen sind keine Lösung!

Landesregierung muss endlich tragfähige Krisen-Pläne für die ArbeitnehmerInnen und deren Betriebe liefern

"Hier werden Arbeitsplätze riskiert"

Der regionale Lockdown in Kuchl hat tausende ArbeitnehmerInnen in über 300 klein- und mittelständischen Betrieben in Bedrängnis gebracht. Um darauf aufmerksam zu machen, haben sich Betriebsräte aus führenden lokalen Industrie-Betrieben gemeinsam mit der PRO-GE Salzburg an der Ortstafel Kuchl getroffen. „Es ist völlig unangebracht, dass hier mit dem Finger auf eine ganze Gemeinde gezeigt wird!“ kritisiert Thom Kinberger, Landesvorsitzender der Produktionsgewerkschaft Salzburg, und ergänzt: „Wirtschaft zum Wohl aller kann nur gemeinsam funktionieren“. Kinberger kritisiert weiters die Maßnahmen, die die Landesregierung vergangene Woche überraschend gesetzt und damit tausende ArbeitnehmerInnen in massive Bedrängnis gebracht hat.

„Hauruck-Aktionen sind keine Lösung!“, sind sich die Betriebsräte der Firmen Schlotterer Adnet, Bosch Hallein, GMT Metalltechnik Kuchl und AustroCel Hallein einig und schildern, wie die Arbeit in den Tagen seitdem Kuchl unter Quarantäne gestellt wurde, funktioniert hat: „Irgendwie geht’s immer, weil alle zusammenhelfen“, ist ihr Resümee, „aber dieses Durchwurschteln muss jetzt ein Ende haben! Wir müssen als ArbeitnehmerInnenvertreter eingebunden werden! Und es muss für die Zukunft gut durchdachte, tragfähige und umsetzbare Lösungen für Situationen wie diese geben“, ist der dringliche Appell an die verantwortliche Landesregierung.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben in dieser Situation ein Recht auf Entgeltfortzahlung, jedoch sieht es momentan so aus, als ob die betroffenen Unternehmen keine Unterstützung bzw. Refundierung von der öffentlichen Hand bekämen. „Die Landesregierung muss solchen Betrieben schnell helfen, es kann nicht sein, dass immer unsere Kolleginnen und Kollegen die Konsequenzen dafür tragen müssen!“ Daniel Mühlberger, Landesgeschäftsführer der Produktionsgewerkschaft, weist zum wiederholten Male darauf hin, wie verflochten Arbeits- und Produktionsprozesse sind: „Wenn eine Kuchler Firma X die etwas größere Firma Y, die ihren Sitz allerdings im benachbarten Bundesland hat, nicht mehr beliefern kann, dann stehen auch dort die Maschinen still!“

„Erst wenn die Pandemie unter Kontrolle ist, kann Wirtschaft funktionieren“ Wir müssen lernen mit der Situation umzugehen, ohne Gesundheit und Arbeitsplätze zu gefährden“, betont Mühlberger.  Gemeinsam fordern die Gewerkschafter, dass die Verantwortlichen in der Landesregierung schnellstens vernünftige Krisen-Pläne mit verantwortungsvollen Maßnahmen und einer Strategie für Testungen unter Einbindung der Gewerkschaften erarbeiten.

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