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Meilenstein erreicht: 1.500 Euro Mindestlohn im gesamten Agrarbereich

KV-Abschluss Bäuerliche Betriebe Burgenland: Unterste Lohnkategorie um 11,54 Prozent erhöht

Bild von Thilo Becker / pixabay.com
Bild von Thilo Becker / pixabay.com

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Lohnverhandlungen für die Beschäftigten der bäuerlichen Betriebe im Burgenland letzte Woche erreichte die Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) einen wichtigen Meilenstein: "Damit ist in allen Kollektivverträgen im Agrarbereich der Mindestlohn von 1.500 Euro umgesetzt", freut sich Karl Orthaber, für den Agrarbereich zuständiger Branchensekretär der PRO-GE. In fünf Verhandlungsrunden erarbeiteten die Sozialpartner PRO-GE und Landwirtschaftskammer Burgenland eine Einigung, mit der die wirtschaftliche Absicherung von Landarbeiterinnen und -arbeitern auf ein neues Niveau gestellt wird. "Schon im Vorjahr haben wir die Lohnkategorie 4 um 8,25 Prozent angehoben, mit 1. April erfolgt eine weitere Steigerung um 11,54 Prozent", berichtet Orthaber.

Zusätzlich wurde die Kategorie für nicht ständige Dienstnehmer gestrichen, diese ArbeitnehmerInnen sind ab sofort mit den dauernd Beschäftigten gleichgestellt. Der Begriff "ErntehelferInnen" wurde im Kollektivvertrag auf "ErntearbeiterInnen" geändert. "Wir wollen damit Respekt und Wertschätzung für diese für die Versorgung Österreichs so wichtigen Arbeiterinnen und Arbeiter ausdrücken", erläutert Orthaber. Diese Bestrebungen sollen aber nicht bei symbolischen Akten enden: "Die PRO-GE engagiert sich seit einigen Jahren bei der Sezonieri-Kampagne für die Rechte von ErntearbeiterInnen und wird diesen Kampf für bessere Arbeitsbedingungen auf den Feldern auch fortführen. Die Konsumentinnen und Konsumenten sollen darauf vertrauen können, dass sie nachhaltig und regional angebaute und unter sozialen und fairen Bedingungen geerntete Produkte genießen."

Das Ergebnis im Überblick:

  • Die Monatslöhne werden in den Kategorien 1 und 2 um +1,5 Prozent erhöht
  • Die Kategorien 3 und 4 werden je mit € 1.500 festgesetzt, dies ergibt in der Kat. 4 eine Lohnerhöhung von 11,54 Prozent
  • Wegfall der Kategorie „Nichtständige Dienstnehmer“, somit erfolgt eine Aufnahme aller bisher davon erfassten Dienstverhältnisse in die Kat. 4.
  • Erhöhung des Lehrlingseinkommen um +1,5 Prozent
  • Erhöhung der Praktikantenentschädigung mit Matura um +1,5 Prozent
  • Erhöhung der Praktikantenentschädigung ohne Matura um +3,3 Prozent
  • Der neue Mindestlohn beträgt € 1.500
  • Geltungstermin: 1. April 2021
  • Laufzeit: 9 Monate

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