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Benjamin Liedlbauer neuer PRO-GE Jugendvorsitzender

21-jähriger Oberösterreicher folgt Josef Rehberger nach

Benjamin Liedlbauer, geschäftsführender Bundesjugendvorsitzender der PRO-GE
Benjamin Liedlbauer Benjamin Liedlbauer, geschäftsführender Bundesjugendvorsitzender der PRO-GE

Der Bundesjugendvorstand der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) hat heute Benjamin Liedlbauer einstimmig zum geschäftsführenden Bundesjugendvorsitzenden der PRO-GE gewählt. Der gelernte Elektrotechniker ist seit Dezember 2021 Vorsitzender des Jugendvertrauensrates von BMW Motoren in Steyr. Als Ziel setzt sich der neue PRO-GE Jugendvorsitzende eine Aufwertung der Lehre. "Dazu gehören besonders kräftige Erhöhungen der Lehrlingseinkommen, so wie sie uns zuletzt auch in der Frühjahrslohnrunde in der Elektro-/Elektronikindustrie, der chemischen und der Papierindustrie gelungen sind." Bildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für FacharbeiterInnen müssen verbessert werden und die Prüfungssituation für Lehrlinge gehört modernisiert, fordert Liedlbauer. "Die große Lehrabschlussprüfung ist nicht mehr zeitgemäß und hätte längst durch Teilprüfungen ersetzt werden müssen."

JVR weiterhin gegen Angriffe verteidigen

Einen zweiten großen Schwerpunkt setzt Liedlbauer bei den Jugendvertrauensräten. "Die Jugendvertrauensrätinnen und Jugendvertrauensräte sind für die Lehrlinge die erste Anlaufstelle bei Problemen. Gerade in der Pandemie waren die Kolleginnen und Kollegen stark gefordert und haben großartige Arbeit geleistet." Der JVR sei allerdings nicht selbstverständlich: Die türkis-blaue erste Regierung von Sebastian Kurz hatte die Abschaffung des Jugendvertrauensrates in ihrem Regierungsprogramm. "Wir haben diese wichtigste betriebliche Mitbestimmungsmöglichkeit für Lehrlinge erfolgreich verteidigt, nicht zuletzt dank des unermüdlichen Einsatzes meines Vorgängers 'Tschosie' Rehberger", erinnert Liedlbauer. "Und wir werden den JVR auch weiterhin gegen alle Angriffe mit voller Kraft verteidigen."

Rückblick auf vier erfolgreiche Jahre

Der Erhalt der Jugendvertrauensräte ist nicht der einzige Erfolg, auf den Josef Rehberger nach vier Jahren als Bundesjugendvorsitzender zurückblicken kann. Vor allem bei Kollektivvertragsverhandlungen war die PRO-GE Jugend in den letzten Jahren außerordentlich erfolgreich. In vielen Industriebranchen fiel die Erhöhung der Lehrlingseinkommen höher als der allgemeine Lohnabschluss aus, wodurch die Hürde von 1.000 Euro im ersten Lehrjahr übersprungen werden konnte. Dazu wurden innovative neue Elemente geschaffen wie zuletzt zum Beispiel das Gratis-Klima-Ticket für Lehrlinge im Kollektivvertrag des Metallgewerbes. "Natürlich ist ein bisschen Wehmut dabei, wenn einem etwas so am Herzen liegt", sagt Rehberger zu seinem Abschied. "Ich freue mich aber auch, weil ich überzeugt bin, dass die PRO-GE Jugend mit Benjamin an der Spitze weiterhin sehr erfolgreiche Arbeit für die Lehrlinge in Österreich leisten wird."

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