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MAN Steyr: Angebot von Investor Wolf war ungenügend

Wimmer: Stehen für faire Gespräche mit der Konzernleitung weiter zur Verfügung

Urabstimmung: 64 Prozent gegen Übernahme

„Das Abstimmungsergebnis der Belegschaft des MAN-Werkes in Steyr zeigt deutlich: Das Konzept von Investor Siegfried Wolf war grundsätzlich schlüssig, aber das Angebot an die Betroffenen offensichtlich ungenügend“, so der PRO-GE Bundesvorsitzende Rainer Wimmer zur Urabstimmung, bei der 64 Prozent der MitarbeiterInnen gegen die Übernahme stimmten. Der PRO-GE Vorsitzende kritisiert erneut, dass von der Konzernleitung versucht wurde, die Mitarbeiter unter Druck zu setzen, in dem man die Konzepte anderer Interessenten von vornherein ausgeschlossen hat. „Hier wurde nach dem Motto ‚Friss oder stirb‘ vorgegangen. Dass die MitarbeiterInnen das vorgegebene Konzept nicht einfach abnicken und den Verlust von hunderten Arbeitsplätzen und massive Lohneinbußen ohne Widerstand hinnehmen, ist wenig verwunderlich.“

Wenig Verständnis hat die PRO-GE für die sofort nach der Abstimmung angekündigten Schließungspläne. „Wir erwarten uns, dass die Konzernleitung die Gespräche wieder aufnimmt und auch andere Konzepte prüft und fair diskutiert. Hier geht es um die Arbeitsplätze tausender Menschen in der Region. Sich nun einfach nach Polen zurückzuziehen, nur weil dort die Menschen um nicht einmal vier Euro Mindestlohn arbeiten müssen, zeigt die mangelnde soziale Verantwortung von MAN gegenüber MitarbeiterInnen, die viele Jahre zum Erfolg der Marke beigetragen haben“, kritisiert Wimmer und bekräftigt: „Wir stehen für Gespräche jederzeit zur Verfügung.“

Für Gewerkschaft und Betriebsrat ist klar, dass man – sollte es zu Kündigungen kommen – den Standortsicherungsvertrag bis 2030 einklagen werde. „Wir werden den Betriebsrat und die Belegschaft mit uns allen zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen, dass der Vertrag eingehalten wird“, kündigt Wimmer an, der in diesem Zusammenhang auf ein von der Gewerkschaft in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten verweist, das die Gültigkeit des Standortvertrages bestätigt und gute Chancen für eine Klage einräumt.

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