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Das Recht, nicht gehen zu müssen

Diskussion "Gut genährt, aber wie?" über Ansätze für eine gerechtere Agrarpolitik

Initiativewoche Europäische Politik und Fluchtursachen 7. bis 11. Juni

Von 7. bis 11. Juni veranstaltet die Arbeiterkammer Wien gemeinsam mit Gewerkschaften und NGOs, darunter auch die PRO-GE eine Initiativewoche zum Thema „Das Recht, nicht gehen zu müssen – Europäische Politik und Fluchtursachen“. Die inhaltliche Grundlage bildet eine gleichnamige die AK-Studie, die die Politikwissenschaftlerinnen Sonja Buckel und Judith Kopp erstellt haben.

Wenn über das Thema Flucht und Migration gesprochen wird und die möglichen Gründe, warum Menschen ihr Zuhause verlassen, zeigt der Finger dabei oft auf die anderen. Die Ursachen für Flucht werden meist ausschließlich dort gesucht, wo das eigentliche Drama seinen Anfang nimmt. Doch diese Sichtweise greift zu kurz. Die tatsächlichen Fluchtursachen liegen tiefer, in einem ungerechten globalen System, das Armut, Hunger, Klimaerhitzung und Kriege erzeugt.

Dementsprechend greift auch die Bekämpfung von Fluchtursachen oft zu kurz. Anstatt lediglich „Hilfe vor Ort“ zu leisten, was gerne als einfache Lösung ohne konkrete Taten ausgesprochen wird, wäre es an der Zeit unsere Produktions- und Lebensweise zu hinterfragen, die an anderen Orten der Welt dazu führt, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssen.

Gut genährt, aber wie?

Die PRO-GE veranstaltete am 8. Juni im Rahmen der Initiativewoche eine Diskussion zur Frage, wie Ansätze für eine global gerechte Produktion von Nahrung Fluchtursachen zurück drängen können. Das Recht auf Nahrung ist ein grundlegendes und von der UN anerkanntes Menschenrecht. Doch schon vor der Pandemie litten rund 690 Millionen Menschen an Hunger. Eine auf Exporte von Überschüssen angewiesene, industrielle und stark subventionierte EU-Agrarproduktion ist mit ein Grund, warum die Landbevölkerung in die Städte flieht, ein anderer der Landraub durch Agrarinvestoren.

Daher braucht es eine Kehrtwende in der Gestaltung des globalen Ernährungssystems – weg von der Ausrichtung auf die Interessen der Konzerne und der Großgrundbesitzer hin zu agrarökologischer und fairer Produktion und Vermarktung. Es geht um ein Ende der Ausbeutung, um angemessene Einkommen und faire Lebensperspektiven, ob in der europäischen und österreichischen Landwirtschaft, oder weltweit.

TeilnehmerInnen:

Maria Burgstaller, Landwirtschaftsexpertin, Abteilung für Wirtschaftspolitik der AK Wien

Cordula Fötsch, Organizerin und Aktivistin der Sezionieri Kampagne für die Rechte von Erntehelfer_innen in Österreich

Francisco Marí, Referent Welternährung, Agrarhandel und Meerespolitik, Brot für die Welt

Julianna Fehlinger, Sozial-Ökologin und Geschäftsleiterin der ÖBV-Via Campesina Austria

Moderation: Martina Schneller, Internationale Abteilung PRO-GE

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