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Elektro-/Elektronikindustrie: Löhne steigen um zwei Prozent

Einigung in dritter Runde - Faire Erhöhung nach Krisenabschluss im letzten Jahr
Mittwochabend haben die Gewerkschaften PRO-GE und GPA mit dem Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie eine Einigung über einen Kollektivvertragsabschluss für die rund 50.000 Beschäftigten der Branche erzielt. Die KV- und IST-Löhne/Gehälter werden um zwei Prozent erhöht, ebenso die Zulagen und die Lehrlingsentschädigungen. Überdurchschnittlich erhöht wurden die Nachtschichtzulage sowie die beiden niedrigsten Lohn- und Gehaltsstufen. Damit wird 2022 ein Mindestlohn von 2.000 Euro erreicht. 
 
Erkärung der Sozialpartner zu Arbeitskräfteüberlassung
 
Im Rahmenrecht gab es die Zustimmung der Arbeitgeberseite zu einer gemeinsamen Sozialpartnererklärung zur Arbeitskräfteüberlassung. „Nach dem Krisenabschluss des vergangenen Jahres werden heuer nicht nur die Löhne und Gehälter in einem fairen Ausmaß erhöht, sondern es wurde auch ein wichtiger Betrag dazu geleistet, dass sich die Arbeitsbedingungen für Leiharbeitskräfte künftig verbessern. Gerade nach den Skandalen der letzten Monate ist es wichtig, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber an einem Strang ziehen, um Ausbeutung in diesem Bereich künftig zu verhindern“, sagen die Chefverhandler der Arbeitnehmerseite, Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA).
 
Der Abschluss im Detail: 
  • + 2 Prozent KV-Lohn
  • Neuer Mindestlohn: 1.940 Euro
  • Bereits jetzt erreicht: 2.000 Euro Mindestlohn ab 01.05.2022
  • + 2 Prozent IST-Lohn
  • + 2 Prozent für Lehrlinge
  • + 8,34 Prozent für Nachtarbeitszulage & Zulage für die 3. Schicht 
  • + 2 Prozent für alle weiteren Zulagen
  • + 1,35 Prozent für Reiseaufwandsentschädigungen
  • Freizeitoption: 40 Stunden pro Jahr (3 Stunden 20 Minuten monatlich)
  • Gemeinsame Sozialpartnererklärung: Bekenntnis zum fairen Umgang mit ZeitarbeiterInnen in der Elektro- und Elektronikindustrie

 

 

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