www.proge.at

Höhere Löhne für 130.000 Beschäftigte

Die Inflation steigt, das Leben wird teurer. Die Gewerkschaften fordern daher Abschlüsse, die die Kaufkraft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nachhaltig stärken.
Am 22. März starten die Gewerkschaften PRO-GE und GPA in die Frühjahrslohnrunde der Industrie. Mit der Forderungsprogrammübergabe und der ersten Kollektivvertragsrunde in den Branchen Elektro-/Elektronikindustrie und Textilindustrie beginnt der diesjährige Verhandlungsreigen für mehr als 130.000 Beschäftigte, der neben den genannten Bereichen auch noch die Branchen Chemische Industrie, Papierindustrie und Glasindustrie umfasst. 
 
Massive Teuerung
 
Die heurige Frühjahrslohnrunde steht unter besonderen Vorzeichen: Die Inflation steigt exorbitant. Die Februarinflation liegt laut Statistik Austria bei 5,9 Prozent, ein weiterer Anstieg ist laut Wirtschaftsforschern nicht ausgeschlossen. Die hohen Wohnkosten, Energie- und Lebenspreise schlagen voll durch und belasten die ArbeitnehmerInnen nachhaltig. Auch die Unternehmen stehen vor Herausforderungen: Engpässe bei Rohstoffen, Störungen bei den Lieferketten und Unsicherheiten bei der Gasversorgung machen Planungen schwer. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass sich die Industrie bis zum Ausbruch des Ukraine-Krieges im Höhenflug befand. Im Jahr 2021 gab es ein Wirtschaftswachstum von 4,5 Prozent, das stärkste Plus verzeichnete die Industrie mit einem Wachstum von neun Prozent. Auch im Jänner hat sich die Hochkonjunktur in der Industrie fortgesetzt. Das zeigen nicht nur die Zahlen der Wirtschaftsforscher, sondern auch die zahlreichen Meldungen über Rekordumsätze und -gewinne einzelner Industriebetriebe.
 
Hartes Ringen
 
Doch was bedeutet dies für die kommenden Lohnverhandlungen? Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA gehen von einem harten Ringen aus. Die Arbeitgeber werden die aktuelle Situation ins Treffen führen und alles daransetzen, um Abschlüsse zu verhindern, die die Kaufkraft nachhaltig stärken. Vonseiten der Gewerkschaften wird aber nicht zugelassen werden, dass die – teils sehr hohen – Gewinne der letzten Monate unter den Tisch fallen und nur den Anteilseignern zugutekommen. Diese Gewinne wurden durch den Einsatz der ArbeitnehmerInnen und Arbeitnehmer erzielt, die Gewerkschaften werden daher Lohnerhöhungen fordern, die nicht nur die Teuerung ausgleichen, sondern auch den Respekt gegenüber der Leistung der Beschäftigten widerspiegeln.
 
KV-Starttermine: 
  • 22. März: Elektro- und Elektronikindustrie 
  • 22. März: Textilindustrie
  • 28. März: Chemische Industrie
  • 30. März: Papierindustrie
  • 18. Mai: Glashüttenindustrie

Das könnte Sie auch interessieren

18.05.2022

Schuhindustrie: 4,55 Prozent mehr Lohn

24. Dezember künftig bezahlt arbeitsfrei
18.05.2022

Lederwaren- und Kofferindustrie: Löhne steigen um 4,3 Prozent

24. Dezember künftig bezahlt arbeitsfrei
11.05.2022

KonditorInnen Niederösterreich: 4,5 Prozent mehr Lohn

Lehrlingseinkommen werden um 4,6 Prozent erhöht
06.05.2022

Elektro-/Elektronikindustrie: Löhne steigen um bis zu 6,7 Prozent

Betriebsversammlungen machten kräftige Erhöhung möglich, Warnstreiks finden nicht statt
06.05.2022

Speiseölindustrie: KV-Löhne steigen um 4,65 Prozent

Neuer Mindestlohn 2090 Euro
Newsletterauswahl

PRO-GE Newsletter

Geschlecht
Geschlecht:
Name

Mit dem Absenden dieses Formulars stimme ich der Verarbeitung meiner eingegebenen personenbezogenen Daten gemäß den Datenschutzbestimmungen zu.