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WIFO bestätigt: Konsumverhalten garantiert wirtschaftliche Stabilität

Statt starkem Gegenwind laues Lüftchen: Lohnforderung von 4,5 Prozent berechtigt.

„Die heute präsentierten Daten des WIFO bestätigen: Es gibt keinen Grund für Panikmache“, betonen die beiden Chefverhandler der Arbeitnehmerseite für den Metaller-Kollektivvertrag, Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp). Österreich befinde sich nach wie vor auf einem wirtschaftlich guten Kurs, von einer Rezession sei man mit einem Konjunkturwachstum von 1,7 Prozent für 2019 und 1,4 Prozent für 2020 weit entfernt. „Vor allem der private Konsum ist nach wie vor ein wichtiger Stabilitätsfaktor. Uns zeigt das, dass unsere Forderung nach einem Lohn- und Gehaltsplus von 4,5 Prozent in der Metallindustrie goldrichtig ist. Nur wenn den Beschäftigten mehr im Börsel bleibt, wird sich auch das Konsumverhalten nicht negativ verändern. Auch die Unternehmen müssten daran Interesse haben“, unterstreichen Wimmer und Dürtscher.

Sie verweisen erneut darauf, dass vor allem das erste Halbjahr 2019 für die Industrie äußerst erfolgreich war. „Die Gewinne dürfen nicht nur in den Taschen der Eigentümer und Aktionäre verschwinden. Auch die ArbeiterInnen und Angestellten haben ein Anrecht auf einen fairen Anteil“, sagen die Gewerkschafter. Die Wirtschaftsprognose ist für kommendes Jahr nur leicht nach unten revidiert worden. Bei den Warenexporten spricht das WIFO von einer Abflachung bis Ende 2019, ab 2020 dürften die Ausfuhren wieder zunehmen. „Der starke Gegenwind, den die Arbeitgeber vor Beginn der Lohnverhandlungen heraufbeschworen haben, ist nicht mehr als ein laues Lüftchen. Es gibt also keinen Grund für Zurückhaltung. ‚Geiz ist Geil‘ zulasten der ArbeitnehmerInnen werden wir nicht zulassen“, so Wimmer und Dürtscher.

Die Verhandlungen zum Kollektivvertrag für die Beschäftigten der Metallindustrie finden am 9. Oktober mit der ersten Runde mit dem Fachverband der Fahrzeugindustrie ihre Fortsetzung. Am 15. Oktober wird ab 10.30 Uhr zum dritten Mal mit dem Fachverband der Metalltechnischen Industrie (FMTI) verhandelt.

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