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Bundesrat stimmt für abschlagsfreie Pension

Nach 45 Arbeitsjahren künftig keine Einbußen im Ruhestand
Die letzte Hürde für den abschlagsfreien Pensionsantritt wurde genommen. Am 10. Oktober stimmte auch der Bundesrat dafür, die Langzeitversichertenpension, die Schwerarbeitspension und die Invaliditätspension  von Abschlägen bei 45 Arbeitsjahren zu befreien. Wer 45 gearbeitet hat und ab 1. Jänner 2020 seine Pension antritt, profitiert von der Neuregelung.
 
„Wir kämpfen seit vielen Jahren dafür, dass alle, die seit ihrem 15. Lebensjahr arbeiten, den Ruhestand ohne Nachteile früher antreten können“, sagt PRO-GE Vorsitzender Rainer Wimmer, denn es gehe dabei meist um Menschen, die aufgrund der jahrelangen harten Arbeit an ihre körperlichen Grenzen stoßen. Viele würden angesichts der sich stetig verdichtenden Arbeit auch einfach nicht mehr bis zum Regelpensionsalter durchhalten können. "Nach dem Beschluss im Nationalrat hat nun auch der Bundesrat mit breiter Mehrheit unsere Position unterstützt und dafür gesorgt, dass eine der Ungerechtigkeiten der Pensionsreform der Regierung Schüssel beseitigt wurde", zeigt sich Wimmer erfreut. Er betont, dass es weiterhin Ziel der PRO-GE bleibe, die Abschläge auch für Personen mit 45 Arbeitsjahren abzuschaffen, die bereits in Pension sind und von der Neuregelung aktuell nicht profitieren.
 
Die Details der Neuregelung
 
Wer 45 Jahre gearbeitet hat (über der jeweiligen Geringfügigkeitsgrenze), hat bei folgenden Pensionsarten (bei Antritt ab 1. Jänner 2020) keine Abschläge mehr, wenn man vor dem Regelpensionsalter in Pension geht:
  • Langzeitversichertenregelung ab 62 Jahren: Abschläge von bis zu 12,6 Prozent – abgeschafft
  • Schwerarbeitspension ab 60 Jahren: Abschläge von bis zu 9 Prozent – abgeschafft
  • Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension ab 60 Jahren: Abschläge von bis zu 13,8 Prozent – abgeschafft
  • Kindererziehungszeiten im Ausmaß von bis zu 5 Jahren (60 Monaten) sowie Lehrzeiten werden angerechnet
  • Hat jemand bereits im Jahr 2019 die 45 Arbeitsjahre erworben und erfüllt die Voraussetzungen für die Langzeitversichertenregelung ab 62 Jahren, der Schwerarbeitspension oder der Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension, kann überlegen – um von der neuen Regelung zu profitieren –, den Pensionsantritt bis 1. Jänner 2020 aufzuschieben.
  • Ebenso wurde die Wartefrist für die erste Pensionsanpassung abgeschafft. Jemand, der z. B. mit Juli 2019 neu in Pension gegangen ist, erhält nun wie alle anderen PensionistInnen im Jänner 2020 die Pensionsanpassung. Früher hätte er/sie erst im Jänner 2021 seine/ihre erste Pensionsanpassung erhalten.
  • Auch die Abschläge von bis zu 13,8 Prozent beim Sonderruhegeld nach dem Nachtschwerarbeitsgesetz gehören nun der Vergangenheit an.
Service
 
Für weitere Auskünfte und Pensionsberatungen wenden Sie sich bitte an die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) unter Telefon: 05 03 03 (Mo. bis Do. 7.00 bis 15.30 Uhr, Fr. 7.00 bis 15.00 Uhr) oder an die jeweilige Arbeiterkammer in ihrem Bundesland.
 

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