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30 Millionen-Kürzung für Kinderbetreuung ist ein Rückschritt in der Frauenpolitik

Neue Arbeitszeiten verlangen den Ausbau der Kindergartenplätze

Die Ankündigung von ÖVP Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß, die Mittel für Kinderbetreuung um 30 Millionen Euro zu reduzieren, stößt bei den PRO-GE Frauen auf größtes Unverständnis. „Die Mittelkürzung ist ein Spiegelbild der aktuellen Frauenpolitik der schwarz-blauen Regierung und zeigt deutlich, dass ein konservatives Familienbild forciert werden soll“, kritisiert die Vorsitzende der PRO-GE Frauen, Klaudia Frieben.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für die Selbständigkeit der Frauen eine unabdingbare Notwendigkeit. Die aktuellen Bestrebungen der Regierung - einerseits die Ausweitung der Arbeitszeit und andererseits die Mittelkürzung für die Betreuungsplätze - zeigen, wie weit die aktuelle Regierungspolitik von den Problemen arbeitender Eltern entfernt ist. Die PRO-GE Frauen fordern anstatt der Einsparungen den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, deren Öffnungszeiten auch den Arbeitszeiten der vollbeschäftigten Eltern entsprechen müssen. „Frauen im Beruf sind auf gute und qualitativ hochwertige Betreuungsplätze angewiesen. Dafür braucht es auch die notwendige finanzielle Ausstattung. Vor allem erwerbstätige Mütter und Alleinerziehende und deren Kinder werden unter den Sparmaßnahmen leiden“, so die PRO-GE Frauenvorsitzende Klaudia Frieben.

Die PRO-GE Frauen bemängeln auch, dass es sich bei der Mittelkürzung um eine Mogelpackung handelt. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass die finanziellen Aufwendungen für die Kinderbetreuung Teil eines Gesamtpaketes sind, das auch das Gratis-Kindergartenjahr, sprachliche Frühförderung und den Kindergartenausbau umfasst. Dadurch werden die Mittel für die Kinderbetreuung noch mehr reduziert, so Frieben abschließend.

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