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Ifes-Umfrage: Mehrheit gegen 12-Stunden-Tag, aber für 4-Tage-Woche

KV-Konferenz aller Gewerkschaften am 18. September und Initiative für ein modernes Arbeitszeitrecht

Die Gewerkschaftsbewegung wird die Verschlechterungen durch das neue Arbeitszeitgesetz nicht hinnehmen, kündigte ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian bei einer Pressekonferenz am 1. September an: "Wir holen uns zurück, was uns genommen wurde, mit allen Möglichkeiten, die eine Gewerkschaft hat.“ 

ÖGB und Gewerkschaften präsentierten eine „Initiative für ein modernes Arbeitszeitrecht“ und kritisierten erneut das neue Arbeitszeitgesetz, als einseitige Diktat zu Gunsten der Arbeitgeber. "Es ist ein Mehrarbeitsgesetz. 30 Prozent mehr Überstunden sind nun möglich", sagte Katzian. "Die im Gesetz stehende Freiwilligkeit bei Überstunden ist ein schlechter Witz. Denn der Schutz der ArbeitnehmerInnen durch BetiebsrätInnen, Arbeitsmedizinern und Gewerkschaft fällt weg", kritisierte Rainer Wimmer, PRO-GE Bundesvorsitzender.

>>> Änderungen durch das Arbeitszeitgesetz ab 1. September 2018

>>> Protestaktion: Regierung macht alles platt!

Mehrheit gegen neues Gesetz

Laut einer aktuellen Ifes-Umfrage (800 unselbstständig Beschäftigte, Lehrlinge, ArbeiterInnen, Angestellte und öffentlich Bedienstete) lehnen 60 Prozent der ArbeitnehmerInnen die 12h/60h-Regelung ab.  Nahezu drei Viertel, nämlich 73 Prozent wollen als Ausgleich dafür die 4-Tage-Woche. Besonders groß ist die Zustimmung unter jungen ArbeitnehmerInnen.

KV-Konferenz

Am 18. September werden bei einer Konferenz erstmals alle Gewerkschaften gemeinsam das Vorgehen bei den KV-Verhandlungen besprechen.  Und am 20. September starten bereits die Kollektivvertragsverhandlungen für die Metallindustrie. Rainer Wimmer kündigte an, dass die KV-Verhandlungen im Herbst "sehr heavy" werden. Im Herbst wolle man gehörige Änderungen durchsetzen. "Nur mehr Geld wird hier definitiv nicht reichen".

>>> Die KV-Termine für die Metallindustrie 

>>> Fotos von der ÖGB-Pressekonferenz vom 1. September

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