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Geplante Überwachung im Krankenstand ist respektlos

Forderung der Wirtschaft ist erster Vorgeschmack auf die Auswirkungen der SV-„Reform“
„Die ArbeitnehmerInnen bekommen jetzt einen ersten Vorgeschmack auf die Auswirkungen der türkis-blauen Reform der Krankenkassen. Was bisher undenkbar war, könnte jetzt Realität werden: Wer krank ist, muss den Grund für den Krankenstand und die voraussichtliche Dauer beim Dienstgeber angeben. Das ist ein schwerer Eingriff in die Privatsphäre“, zeigt sich der PRO-GE Bundesvorsitzende Rainer Wimmer über das bekannt gewordene Forderungspapier der Wirtschaft zu einer neuen Krankenordnung entsetzt. Ebenso dürfe es nicht Zuständigkeit der Unternehmen werden, Krankenstandsüberprüfungen anzuordnen. „Das öffnet Schikane und Willkür Tür und Tor. Bis jetzt entscheiden die Krankenkassen über die Überprüfungen. Das hat sich bewährt und so soll es auch bleiben“, sagt Wimmer.
 
ASVG-Versicherte dürfen als Einzige nicht mehr selbst bestimmen
 
Erst letzte Woche hat der Verfassungsgerichtshof die paritätische Besetzung der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) zwischen VertreterInnen von Arbeitgebern und ArbeitnehmerInnen abgesegnet. Waren in Generalversammlung und Vorstand der Gebietskrankenkassen bisher die Vertreter der Arbeitnehmer gegenüber den Arbeitgebern im Verhältnis vier Fünftel zu einem Fünftel in der Überzahl, so gibt es in der Gesundheitskasse künftig im Verwaltungsrat Parität von je sechs Dienstnehmer- und Dienstgebervertretern. Als einzige Krankenkasse dürfen hier nicht mehr die Versicherten selbst über die Leistungen bestimmen. „Es gibt die große Angst, dass jetzt viele Wünsche der Wirtschaft Realität werden, etwa Selbstbehalte für die PatientInnen oder, dass Krankenstandstage nicht mehr bezahlt werden oder die Kürzung von Krankengeldern. Zuerst hängt man den Menschen den 12-Stunden-Tag um, dann wundert man sich, dass die ArbeitnehmerInnen krank werden und dann lässt man sie überwachen. Das ist respektlos, menschenverachtend und eine Gutsherrenmentalität wie vor 150 Jahren“, so Wimmer.

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