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PRO-GE - News https://www.proge.at Die neusten Meldungen der PRO-GE http://scripts.gewerkschaften-online.at/P01/rss/proge_rss.jpg PRO-GE https://www.proge.at <![CDATA[Senkung des Wahlalters bei BR-Wahlen richtig]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342636858315 „Die Senkung des Wahlalters bei Betriebsratswahlen ist grundsätzlich ein demokratiepolitisch richtiger Schritt. Da die ÖVP aber bereits in Koalition mit der FPÖ die mögliche Abschaffung des Jugendvertrauensrates in den Raum gestellt hat, bleiben wir wachsam“, sagt Stefan Laufenböck, Bundesjugendsekretär der PRO-GE. Heute wird im Ministerrat die Senkung des Wahlalters bei Betriebsratswahlen von 18 auf 16 Jahre beschlossen. Der Jugendvertrauensrat (JVR) wird im Gegensatz zum Betriebsrat, dessen Periode fünf Jahre lang dauert, alle zwei Jahre gewählt. Damit stellt er eine unabdingbare, altersadäquate Vertretung für Lehrlinge und Jugendliche im Betrieb dar. Denn nur durch den JVR ist sichergestellt, dass jeder Lehrling einmal in seiner Lehrzeit seine Vertretung wählen kann.
 
Kompetenzen des Jugendvertrauensrat ausbauen
 
Der JVR ist zur Überwachung der Ausbildung berufen. Er leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung von Lehrberufen und bringt immer einen praxisnahen Blickwinkel ein. In Österreich wählen alle jungen Menschen eine Vertretung ihres Alters (KlassensprecherInnen, SchulsprecherInnen, ÖH), der JVR ist das Pendant im Betrieb. Ein Jugendvertrauensrat versteht die Probleme, Sorgen und Ängste von den Gleichaltrigen besser als Betriebsratsmitglieder, deren Ausbildungszeit oft schon länger zurückliegt. „Für uns ist deshalb klar: der JVR muss bleiben! Zusätzlich fordern wir weitere Kompetenzen: einen längeren Anspruch auf Bildungsfreistellung und deren Ermöglichung auch für passive JVR-Mitglieder“, so Laufenböck. 
]]> <![CDATA[MAN Steyr: Vertrag zu Standortsicherung wurde gekündigt]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342636852490 Zehn Jahre vor ihrem geplanten Auslaufen hat der Lkw- und Bushersteller MAN eine Vereinbarung zur Standort- und Beschäftigungssicherung gekündigt. Auch das Werk im oberösterreichischen Steyr ist betroffen. Das zum VW-Konzern gehörende Unternehmen will mit dem Ziehen einer sogenannten Schlechtwetterklausel den bereits angekündigten Abbau von 9.500 der rund 36.000 Stellen vorantreiben.

Erich Schwarz, Arbeiterbetriebsrat bei MAN in Steyr, gibt sich „kämpferisch und zuversichtlich.“ In einem ersten Schritt wolle man rechtliche ergreifen. Da die Standort- und Beschäftigungsverträge erst 2018 in München und ein Jahr später in Steyr unterschrieben wurden, müsse man sich fragen, ob diese kündbar seien und ob MAN mit der Schlechtwetterklausel aussteigen dürfe.

Nun will der Betriebsrat in Gesprächen mit dem Vorstand ausloten, inwieweit dieser zu Änderungen bereit sei. Derzeit gehe es bei MAN um Restrukturierungen aufgrund neuer Antriebstechnologien, die durch den Klimawandel notwendig werden. Die drastischen Schritte, die nun eingeleitet wurden, sind laut Schwarz aber nicht zielführend. Er geht davon aus, die Werksschließung abwenden zu können. Immerhin sei der ganze Konzern in sich sehr abhängig. Produziere ein Werk einen Tag lang nicht, dann stehe der ganze Konzern.

Konzernbetriebsrat ortet Kulturbruch

Der MAN-Konzernbetriebsratsvorsitzende Saki Stimoniaris bezeichnete den Schritt der Firmenleitung als "Kulturbruch" und kündigte starken Widerstand an. "Wir haben kein Interesse an Eskalation, sagen aber auch klar, dass wir für unsere Rechte kämpfen werden", sagte Stimoniaris. Er bezeichnete den Schritt der Konzernspitze als Fehler. "Wer einen Vertrag zehn Jahre vor Ablauf kündigt, ohne Alternativen ausgelotet zu haben, sollte sich genau überlegen, was er damit auslöst."

Angriff auf Volkswagenfamilie

Der Konzernbetriebsratschef der MAN-Mutter Volkswagen wählte ebenfalls deutliche Worte. "Es handelt sich hierbei um einen Angriff auf die gesamte Volkswagen-Familie", sagte Bernd Osterloh. "Eine solche Vorgehensweise wird nicht ansatzweise zum Erfolg führen. Daher werden wir im Laufe der Verhandlungen dafür sorgen, dass die umfangreiche Beschäftigungssicherung wieder in Kraft tritt." Osterloh sprach von einem "fatalen Signal nach innen und außen".

 

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<![CDATA[BetriebsrätInnen fordern Regierung zum Handeln auf]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342636797075 Zwar gibt es Betriebe, die durch die schwierige wirtschaftliche Situation in den letzten Monaten ins Schleudern geraten sind, einige Unternehmen scheinen aber die Corona-Krise als Vorwand zu nehmen, um zum Zweck der Gewinnmaximierung Stellenabbau betreiben und Arbeitsplätze und damit auch Know-how in Billiglohnländer verlagern. Vier PRO-GE BetriebsrätInnen sind sich einig, dass ÖVP und Grüne zu wenig Interesse zeigen, sich auch politisch für den Erhalt von Arbeitsplätzen einzusetzen und fordern die Regierung auf, endlich tätig zu werden.
 
MAN in Steyr droht die Schließung
 
„Die Schließung von Betrieben ist nicht o.k., schon gar nicht, wenn Staatsgelder fließen“, so Erich Schwarz, Betriebsratsvorsitzender von Volkswagen/MAN in Steyr. Von der drohenden Komplettschließung des Werks, das laut Schwarz jährlich Gewinne abgeliefert habe, sind 2.300 Beschäftigte betroffen. „Ich fordere die Regierung auf, mit dem Eigentümer Gespräche zu führen und die Betriebe nicht im Regen stehen zu lassen“, so Schwarz. Dies sei auch angesichts der hohen Förderungen angebracht, die für das Werk geflossen seien. Bisher habe es nur Kontakt mit dem oberösterreichischen Wirtschaftslandesrat gegeben, der eine Stiftung angekündigt habe.
 
Existenzbedrohende Kündigungen
 
Michael Leitner, Betriebsratsvorsitzender von ATB, verweist darauf, dass mit den Kündigungen von 360 ArbeitnehmerInnen in Spielberg bis zu 1.100 Familienmitglieder in ihrer Existenz bedroht sind. Um auf diese dramatische Situation aufmerksam zu machen, reisten erst kürzlich 100 ATB-MitarbeiterInnen nach Wien und protestierten vor einer Sondersitzung des Nationalrates für den Erhalt der Arbeitsplätze. Scharfe Kritik äußerte Leitner auch an Kanzler Kurz, der nach acht Wochen Terminansuchen noch immer zu keinem Gespräch bereit ist. „So geht man mit Menschen nicht um“, so Leitner, der betont, dass die Schließung des Werks hätte verhindert werden können. Laut Leitner hätte der Staat durch die Finanzprokuratur als größter Gläubiger im Sanierungsverfahren die Abwanderung verhindern können, wenn er das Angebot eines deutschen Investors akzeptiert hätte. Aber aufgrund der Entscheidung der Finanzprokuratur sei dieser Weg nicht möglich gewesen. Weiters warf er dem Eigentümer der ATB, dem chinesischen Konzern Wolong vor, das Insolvenzrecht zu missbrauchen, weil er eine Liquidierung der Produktion als Sanierung dargestellt habe.
 
LeiharbeiterInnen müssen als Erste gehen
 
Auf die dramatische Situation besonders von LeiharbeiterInnen in der Krise verwies Elfriede Schober von Miba. Zwar sei es dank der Gewerkschaft PRO-GE gelungen, dass in die Kurzarbeitsregelungen auch Leiharbeiter aufgenommen werden können. „Trotzdem verlieren LeiharbeitnehmerInnen als erste den Arbeitsplatz“, so Schober, die befürchtet, dass noch viele ZeitarbeiterInnen arbeitslos werden. Was es jetzt brauche, seien u.a. aktive Qualifikationsmaßnahmen, eine gesetzlich verbindliche Quote von max. 10 Prozent LeiharbeiterInnen in jeder Firma sowie das Recht für LeiharbeiterInnen, nach 18 Monaten übernommen zu werden. "Überlassene Arbeitskräfte sind Menschen und kein Material", so Schober, daher sollten sie auch in den Bilanzen als Personalkosten und nicht als Sachkosten aufscheinen.
 
Besonders im ländlichen Bereich eine Katastrophe
 
Von einer „menschlichen Tragödie besonders im ländlichen Bereich“ sprach schließlich auch Wolfgang Reiter, Betriebsratsvorsitzender bei Mayr-Melnhof. 150 Personen sind in Hirschwang von Kündigungen betroffen, so Reiter, der festhält, dass aufgrund der guten Performance und Produktionsrekorde niemand die Schließung des Werks verstehe: „Wann ist es genug?“, fragt Reiter und betont: „Die Konzerne haben auch eine soziale Verantwortung für die MitarbeiterInnen. Diese fordern wir von ihnen und auch der Bundesregierung ein.“ 
]]> <![CDATA[Von 2. bis 4. Oktober in der Tabakfabrik Linz]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342636707996 Von 2. bis 4. Oktober 2020 präsentiert die WearFair+mehr, Österreichs größte Nachhaltigkeitsmesse, in der Linzer Tabakfabrik gemeinsam mit rund 160 Ausstellenden innovative Ideen und Produkte für einen fairen und nachhaltigen Lebensstil. Gerade in den aktuellen Zeiten sei die Messe ein "Zeichen der Solidarität, um nach dem Lockdown den richtigen Teil der Wirtschaft wieder anzukurbeln", so die Veranstalter. 
 
PRO-GE mit Know-How vertreten
 
"Oft denkt man bei Nachhaltigkeit nur an ökologische Faktoren oder an das Tierwohl. Dass es nachhaltige Produkte ohne faire Arbeitsbedingungen aber nicht gibt, wird oft vergessen", sagt Reinhold Binder von der PRO-GE. "Als Gewerkschaft leisten wir seit jeher einen essentiellen Beitrag für gute Arbeits- und Lebensbedingungen." Aus diesem Grund wird die PRO-GE auch heuer an allen drei Messetagen mit Expertinnen und Experten vertreten sein, die zu unterschiedlichen Themen Auskunft geben. Über Arbeitsbedingungen von ErntearbeiterInnen und die Aufklärungsarbeit der "Sezonieri-Kampagne" wird ebenso informiert wie zu Kinderarbeit im Kakaosektor oder zum Label-Dschungel in der Textilindustrie.
 

Wir verlosen Karten

Wir vergeben 5x2 Eintrittskarten für die Wear-Fair+mehr 2020! Schreib eine E-Mail mit deinem vollen Namen und deinem Wohnort an presse@proge.at bis 1. Oktober 2020.

 
Geprüftes Corona-Präventionskonzept
 
Große Bedeutung kommt heuer dem Corona-Präventionskonzept zu, das gemeinsam mit dem Public-Health-Experten Hans-Peter Hutter erarbeitet wurde. "Die Sicherheit und Gesundheit der BesucherInnen haben für uns oberste Priorität", sagt Geschäftsführer Wolfgang Pfoser-Almer. "Unser Ziel ist es, den Besuch der WearFair+mehr genauso sicher zu gestalten wie den Aufenthalt im allgemeinen öffentlichen Raum."
 
]]> <![CDATA[KV Metallindustrie: Löhne steigen um 1,45 Prozent]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342636532589 Die Verhandlungsteams der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp konnten heute mit allen Arbeitgeberverbänden der Metallindustrie einen raschen Abschluss erzielen. Die heurigen Verhandlungen fanden unter außerordentlichen Bedingungen statt. Für die Gewerkschaften war das oberste Ziel der diesjährigen Kollektivvertragsverhandlungen die Sicherung der Kaufkraft der Einkommen. „Es war uns wichtig, nachhaltige Lohnerhöhungen zu erzielen und die Arbeitsplätze in der Metallindustrie zu erhalten“, sagt PRO-GE Verhandlungsleiter Rainer Wimmer.

Die zuletzt von Arbeitgeberseite schon geforderte Verschiebung der Lohnrunde wurden ebenso abgewendet, wie Forderungen der Arbeitgeber nach einer reinen Einmalzahlung anstelle von Lohnerhöhungen. „Eine Nulllohnrunde hätte in Zeiten der Krise die Wirtschaft noch weiter ausgebremst. Es ist eine Frage der Vernunft, dass die Verhandlungen stattgefunden haben und ein fairer Abschluss erzielt werden konnte, mit dem die Kaufkraft erhalten bleibt“, sieht Wimmer im vorliegenden Abschluss auch ein Zeichen funktionierender Sozialpartnerschaft und gemeinsam wahrgenommener Verantwortung.

Die IST- und KV-Löhne steigen um 1,45 Prozent, ebenso die Zulagen und Lehrlingsentschädigungen. Darüber hinaus soll jeder der rund 190.000 Beschäftigten in der Metallindustrie eine Corona-Prämie von 150 Euro erhalten. "Die Corona-Prämie ist ein Zeichen des Respekts gegenüber den Beschäftigten, die in den letzten Monaten oftmals unter erschwerten Bedingungen arbeiten mussten", erläutert der PRO-GE Verhandlungsleiter. Bei Unternehmen mit dem kollektivvertraglichen Zeitkontenmodell können Beschäftigte ihr Minus von 120 Stunden auf 180 Stunden erhöhen. Das soll helfen, Arbeitsplätze zu sichern.

„Mit diesem Abschluss werden die Menschen in diesen schwierigen Zeiten nicht im Stich gelassen", betont Wimmer. "Es ist ein Abschluss mit Augenmaß. Die Sozialpartner haben verantwortungsvoll gehandelt und auf Sicherheit, Stabilität und Verlässlichkeit geachtet.“

Das Ergebnis im Überblick:

  • Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne und IST-Löhne um 1,45 Prozent
  • Der neue Mindestlohn beträgt: € 2.029,00
  • Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen um 1,45 Prozent
  • Erhöhung der kollektivvertraglichen Aufwandsentschädigungen um durchschnittlich 1,45 Prozent
  • Erhöhung der Zulagen um 1,45 Prozent
  • Nachtarbeits- und Schichtzulage für die 3. Schicht € 2,384 (Erhöhung von 5,74 Prozent ab 1.11.2020)
  • Unternehmen, für die es wirtschaftlich vertretbar ist, wird empfohlen eine Prämie von € 150,00 auszubezahlen
  • Arbeitsplatzerhaltende Maßnahmen: Für jene Betriebe, die im Langzeitkonto (Zeitkonto 3) arbeiten, wurde die Möglichkeit geschaffen, zur Sicherung von Arbeitsplätzen in den Langzeitkonten bis zu 180, statt der bisher geltenden 120 Stunden negatives Zeitguthaben aufzubauen.
  • Geltungstermin: 1. November 2020
  • Laufzeit: 12 Monate
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<![CDATA[Metallgewerbe: Forderungsprogramm übergeben]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342636516274 Die PRO-GE startete am 24. September die Herbstlohnrunde 2020. Den Auftakt bildete, noch vor dem Verhandlungsstart in der Metallindustrie am selben Tag, die Übergabe des Forderungsprogrammes an die Arbeitgeberverbände des Metallgewerbes. Die erste Verhandlungsrunde für die rund 110.000 ArbeiterInnen des Metallgewerbes ist für den 9. Oktober angesetzt.

Das Forderungsprogramm 2020:

  1. Erhöhung der Mindestlöhne
  2. Erhöhung der IST-Löhne unter besonderer Berücksichtigung der BezieherInnen niedriger Einkommen
  3. Corona-Prämie
  4. Erhöhung der im Kollektivvertrag angeführten Zulagen und Aufwandsentschädigungen im Ausmaß der Erhöhung der Mindestlöhne, unter Berücksichtigung des vereinbarten Stufenplans.
  5. Anhebung der Lehrlingsentschädigungen im Ausmaß der Erhöhung der Mindestlöhne
  6. 100% Überstundenzuschlag für jene Überstunden, für die derzeit ein 75% Zuschlag gebührt
  7. Geltungstermin: 1. Jänner 2021
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<![CDATA[Bundesregierung hat wenig Interesse an fairer Behandlung von ErntearbeiterInnen]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342636367238 Desolate Unterkünfte, Umgehung der kollektivvertraglichen Bestimmungen und der Verdacht auf Freiheitsentziehung – in den letzten Monaten wurden viele Missstände im Bereich der Erntearbeit aufgedeckt. „Der Lockdown und die damit verbundenen Reisebeschränkungen haben gezeigt, wie wichtig die ErntearbeiterInnen für die österreichische Landwirtschaft sind. Der mediale Fokus auf diese Berufsgruppe hat dazu geführt, dass endlich breit darüber berichtet wurde, wie in einigen landwirtschaftlichen Betrieben die ArbeiterInnen, die meist aus den östlichen Mitgliedsländern der EU oder aus Drittstaaten stammen, ausgebeutet werden. Trotz allem zeigt die österreichische Bundesregierung wenig Interesse daran, Initiativen zu setzen, um die Situation der ErntearbeiterInnen zu verbessern“, so die stv. Bundesvorsitzende der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) Klaudia Frieben.
 
Die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch die Ministerinnen Köstinger (Landwirtschaft) und Aschbacher (Arbeit) bestätige dies, denn sie sei mehr als dürftig ausgefallen, kritisiert Frieben. „Auf Fragen, was man denn bisher getan habe, um die Missstände in der Erntearbeit zu beseitigen, wird auf die Behörden verwiesen, Verantwortung wird seitens der Ministerinnen keine übernommen. Lediglich die Ankündigung eines Stakeholder-Dialogs zu Mindestregelungen für Unterkünfte ist positiv zu bewerten. Doch auch hier bleibt abzuwarten, ob sich die Agrarlobby durchsetzt oder ob es wirklich darum geht, die Bedingungen für die Beschäftigten substanziell zu verbessern“, so die Gewerkschafterin. 
 
Was Frieben bei der Anfragebeantwortung besonders erstaunt hat, ist der Umstand, dass Ministerin Aschbacher angegeben hat, Fälle wie die des Mannsdorfer Spargelbetriebes, bei dem die ErntearbeiterInnen in schimmeligen Zimmern untergebracht wurden, nur aus den Medien zu kennen. „Bereits am 9. Juni – einige Tage vor dem Bekanntwerden in den Medien - hat die zuständige Attachée der rumänischen Botschaft in einem Mail, das unter anderem an Ministerin Aschbacher und an ArbeitnehmervertreterInnen gerichtet war, auf die unhaltbaren Zustände im Spargelbetrieb hingewiesen“, erläutert Frieben. „Lesen Sie Ihre E-Mails nicht? Ist es bei Ihnen im Ministerium Usus, dass E-Mails von Botschaften ignoriert werden? Oder haben Sie schlicht die Unwahrheit gesagt? Was auch immer der Grund ist, es lässt auf jeden Fall tief blicken und gibt wenig Hoffnung, dass sich die Mitglieder dieser Bundesregierung für eine faire Behandlung von ErntearbeiterInnen einsetzen werden“, so die stv. Bundesvorsitzende in Richtung Arbeitsministerin.
]]> <![CDATA[Metaller-KV: PRO-GE fordert raschen Abschluss mit nachhaltigen Lohnerhöhungen]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342636093098 Das coronabedingt etwas verkleinerte Verhandlungsteam der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp wird am 24. September das Forderungsproramm für die rund 190.000 Beschäftigten der Metallindustrie den Arbeitgeberverbänden in der Wirtschaftskammer Österreich überreichen und damit traditionell die Herbstlohnrunde einläuten. „Aufgrund der Wirtschaftskrise geht es heuer vor allem um den Erhalt von Arbeitsplätzen. Für einen raschen Kollektivvertragsabschluss sind aber nachhaltige Lohn- und Gehaltserhöhungen notwendig, um die Kaufkraft der Menschen zu sichern“, sagen die beiden Chefverhandler der ArbeitnehmerInnenseite, Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp).

Die Gewerkschaften sind bereit, die Gespräche zügig und verantwortungsvoll zu führen und erteilen der Forderung von FMTI-Obmann Christian Knill nach Verschiebung oder Aussetzung der KV-Verhandlungen eine klare Absage. Aus Sicht der Gewerkschaften sind solche unbedachten Äußerungen in Zeiten einer weltweiten Wirtschaftskrise völlig verfehlt. „Eine Nulllohnrunde kommt nicht in Frage. Das wäre in der jetzigen Situation das Schlechteste für die wirtschaftliche Entwicklung“, erklären Wimmer und Dürtscher.

Damit würden zudem jene Beschäftigten bestraft, die auch während des Corona-Lockdowns täglich ihre Arbeit im und für das Unternehmen geleistet haben. Auch kritisieren die beiden Chefverhandler, dass den Aussagen jegliche Fairness mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern fehle, die durch die Krise bereits Einkommenseinbußen hinnehmen mussten. Sie wurden von den überdurchschnittlich hohen Preissteigerungen beim täglichen Einkauf oder im Bereich Wohnen doppelt hart getroffen. „Faire Lohn- und Gehaltserhöhungen sind das beste Mittel, um die Kaufkraft zu sichern und eine gesamtwirtschaftliche Abwärtsspirale zu verhindern. Die guten Erfahrungen mit den Kollektivvertragsabschlüssen in der letzten Wirtschaftskrise zeigen dies deutlich“, betonen Wimmer und Dürtscher.

Die Forderungsübergabe an alle Arbeitgeberverbände der Metallindustrie beginnt in der Wirtschaftskammer Österreich um 11 Uhr. Im Anschluss daran werden sofort die Verhandlungen mit der Fachverband Metalltechnische Industrie (FMTI) beginnen. Für den Oktober wurden weitere Verhandlungsrunden mit allen Arbeitgeberverbänden und Berufsgruppen der Metallindustrie vereinbart.

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