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PRO-GE - News https://www.proge.at Die neusten Meldungen der PRO-GE http://scripts.gewerkschaften-online.at/P01/rss/proge_rss.jpg PRO-GE https://www.proge.at <![CDATA[Kaum Verbesserungen bei Lehrausbildung seit 2015]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342625818297 Für zwei von drei Befragten passt die Ausbildung, für ein Drittel muss es aber deutliche Verbesserungen geben. Weiterhin sagt auch fast ein Drittel der befragten Lehrlinge, es müsse immer oder häufig ausbildungsfremde Tätigkeiten leisten.
 
Fast die Hälfte weiß nicht, wie die Lehrabschlussprüfung abläuft
45 Prozent der Lehrlinge wissen nicht, wie die Lehrabschlussprüfung abläuft, 36 Prozent wissen nicht was sie bei der Prüfung können müssen oder wo sie sich anmelden müssen (54 Prozent). Nur ein Drittel gibt an, dass der/die AusbilderIn mit ihm/ihr darüber geredet hat, was er/sie bei der Lehrabschlussprüfung können muss. Die ÖGJ fordert daher eine automatische Anmeldung zur Lehrabschlussprüfung durch den Betrieb, verpflichtende Kompetenzchecks zur Mitte der Lehrzeit, um den Ausbildungsstand festzustellen und die regelmäßige Überprüfung der Ausbildungsqualität.
 
Ein Drittel der Lehrlinge muss Überstunden machen
Knapp ein Drittel der Lehrlinge muss Überstunden machen, und zwar unabhängig vom Alter, obwohl Überstunden von unter 18-Jährigen verboten sind. 5 Prozent davon sogar unbezahlt oder ohne Zeitausgleich. 
 
PRO-GE Jugend fordert Fachkräftemilliarde
Die PRO-GE Jugend bekräftigt anlässlich des Lehrlingsmonitors die Forderung nach der sogenannten Fachkräftemilliarde. Alle Betriebe, die ausbilden könnten, es aber nicht tun, sollen in einen Ausbildungsfonds einzahlen. Mit dem Geld sollen dann jene Unternehmen gefördert werden, die eine qualitativ hochwertige Lehrausbildung anbieten. "Diese Maßnahme würde sicher stärker dazu beitragen, den Lehrstellenmarkt zu beleben, als eine teure Imagekampagne", sagt der Bundesjugendvorsitzende der PRO-GE, Josef Rehberger.
 
Gute Berufsorientierung essentiell
Ein weiteres Problem sieht die PRO-GE Jugend in dem Umstand, dass sich knapp 30 Prozent der befragten Lehrlinge nicht mehr für den gleichen Beruf entscheiden würden. "Hier muss man bei der Berufsorientierung in den Schulen ansetzen. Anscheinend wird den Jugendlichen hier kein ausreichend realistisches Bild des zukünftigen Lehrberufs vermittelt", ist Rehberger überzeugt.
 
 
Weitere Ergebnisse aus dem Lehrlingsmonitor
  • 29 Prozent der Lehrlinge geben an, dass ihr Lehrberuf bei der Berufswahl ihr Wunschberuf war.
  • 73 Prozent waren schon einmal krank arbeiten.
  • 23 Prozent haben keine Arbeitszeitaufzeichnungen.
  • 21 Prozent haben schon daran gedacht ihre Ausbildung abzubrechen. Überproportional betroffen davon sind Lehrlinge in den Branchen Tourismus/Freizeitwirtschaft und Handel.
  • 28 Prozent geben an, nach einem Arbeitstag körperlich am Ende zu sein. Deutlich über dem Durchschnitt liegen die Antworten von Lehrlingen in den Branchen Tourismus/Freizeitwirtschaft und Handel.
  • 35 Prozent sind mit ihrer Ausbildung sehr zufrieden.
  • 71 Prozent würden sich wieder für den gleichen Beruf entscheiden.
  • 28 Prozent würden sich nicht nochmals für den Betrieb entscheiden.

Zur Studie

Bereits zum dritten Mal hat das Österreichische Institut für Berufsbildungsforschung (öibf) im Auftrag von ÖGB und AK, 5.253 Lehrlinge aus ganz Österreich zu ihrer Ausbildung befragt. 2015 wurde der Lehrlingsmonitor zum ersten Mal durchgeführt.

 
Alle Ergebnisse sind unter www.lehrlingsmonitor.at abrufbar.
]]> <![CDATA[Ein gutes Leben für alle braucht eine andere Globalisierung]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342625819650 Seit mehr als 20 Jahren, leistet Anders Handeln nicht nur Widerstand gegen neoliberale Handels- und Investitionspolitik, genauso lange zeigt das Bündnis Alternativen auf. Der 25. Jahrestag der WTO ist ein guter Anlass für eine Konferenz. Am 11. und 12. März 2020 lädt Anders Handeln daher unter dem Motto "Ein gutes Leben für alle braucht eine andere Globalisierung: Ansatzpunkte für eine neue Handels- und Investitionspolitik" in den ÖGB-Catamaran.

Am Mittwoch, 11. März, steht eine Abendveranstaltung auf dem Programm, bei der Richard Kozul Wright, Chefökonom der UNCTAD (UN-Konferenz für Handel und Entwicklung) Ansatzpunkte für einen neuen Multilateralismus für ein gutes Leben für alle vorstellt. Am Donnerstag, 12. März, folgt eine ganztägige Konferenz mit Pdiumsdiskussionen und Workshops.

Die Plattform Anders Handeln wurde initiiert von Attac, GLOBAL 2000, Südwind, den Gewerkschaften PRO-GE, vida und younion _ Die Daseinsgewerkschaft, der Katholischen ArbeitnehmerInnenbewegung sowie der ÖBV-Via Campesina Austria und wird von rund 50 weiteren Organisationen unterstützt.

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<![CDATA[Gewürzindustrie: +2,33 Prozent im Durchschnitt]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342625559386 Für die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Gewürzindustrie Österreich hat die Produktionsgewerkschaft nachfolgenden Kollektivvertragsabschluss erzielt.

Das Ergebnis:

  • Kollektivvertragliche Mindestlöhne durchschnittlich +2,33 Prozent; Lohnkategorie 3.b +2,69 Prozent
  • Prozentuelle Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen laut RKV
  • Euromäßige Überzahlung über den Kollektivvertrag bleibt weiterhin aufrecht
  • Jubiläumsgeld kann in zusätzliche Freizeit umgewandel werden
  • Neuer kollektivvertraglicher Mindestlohn Lohnkategorie 4.b (Sonstige Arbeitnehmer/-innen) 1.595,36 Euro
  • Geltungstermin: 1. Februar 2020
  • Laufzeit: 12 Monate
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<![CDATA[ÖGK: Millionen für Berater statt Patientenmilliarde]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342625427416 Einmal mehr bestätigt sich die Kritik der Gewerkschaften an der Zusammenlegung der Krankenkassen. In einer Anfragebeantwortung hat Sozialminister Rudi Anschober bestätigt, dass die Fusion der Gebietskrankenkassen bis 2021 mehr als 300 Millionen Euro verschlingen wird. "Vor der von türkis-blau durchgeboxten Reform haben die Gebietskrankenkassen ein Plus von 111 Millionen Euro erreicht und somit ein finanzielles Polster geschaffen, um eine umfassende Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Nun zeigt sich, wie die Beiträge der Versicherten versenkt werden und sie müssen befürchten, dass Selbstbehalte eingeführt werden, um das Defizit auszugleichen", sagt PRO-GE Chef Rainer Wimmer.

Mehr Einfluss für Arbeitgeber

"Freuen darf sich einzig die Berater-Branche, die ein großes Stück vom Kuchen bekommen hat. Worin der Vorteil für die PatientInnen liegen soll, erschließt sich nicht. Die versprochene Patientenmilliarde ist jedenfalls in weite Ferne gerückt", so Wimmer. Ebenso werde zu keiner Angleichung der Leistungen kommen, dies hat der Obmann der Sozialversicherung Peter Lehner bestätigt. "Ich bleibe dabei: Die Reform hatte nur den Zweck, den Einfluss der Arbeitgeberseite auf die Sozialversicherung zu erhöhen und die Vertreter der Arbeitnehmer hinauszudrängen. Damit hat Bundeskanzler Kurz die Wünsche seiner Wahlkampfspender erfüllt. Um die Interessen der Versicherten ist es ihm dabei nie gegangen", betont Wimmer.

>> Link zum Kurier-Artikel - Neue Gesundheitskasse: Herbe Verluste statt "Patientenmilliarde"

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<![CDATA[Wo finde ich die PRO-GE Seminarangebote?]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342625425773 Die PRO-GE Bildungsabteilung bietet stets ein vielfältiges und spannendes Bildungsprogramm an, von dem jährlich tausende BetriebsrätInnen der PRO-GE profitieren können. In den Seminaren wird mit den modernsten pädagogischen Methoden gearbeitet, um alle SeminarteilnehmerInnen  zielorientiert auf die gewerkschaftliche Tätigkeit im Betrieb vorzubereiten, bzw. das vorhandene Wissen zu festigen.

>>> Zu den Seminaren mit Online-Anmeldung (Login erforderlich)

Im BetriebsrätInnen-Service unserer Website ist immer aktuell ersichtlich, ob bei einem  Seminar noch Plätze frei sind bzw. kurzfristig ein zusätzliches Seminar angeboten wird. In diesem Video werden die häufigsten Fragen beantwortet. Wie komme ich zu den Bildungsangeboten, wie funktioniert der Login, was mache ich, wenn ich mein Passwort vergessen habe?

Die PRO-GE Bildungsangebote online

 

Im exklusiven Servicebereich für BetriebsrätInnen findest du noch viel mehr Nützliches für deine Arbeit:

•    Alle Bildungsangebote der PRO-GE und online Anmeldung für Kurse
•    Musterbetriebsvereinbarungen, Folder, Broschüren oder Aushänge/Plakate
•    Zusätzliche rechtliche Informationen und Tipps
•    Zugang zu KV-System online, SARA, PIF und WahlAssistenten
•    Alle Ausgaben der PRO-GE Info zum Herunterladen oder Durchblättern

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<![CDATA[Berufsmatura droht Matura zweiter Klasse zu werden]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342625420611 Als verfehlte Reaktion bezeichnet die PRO-GE Jugend die veränderte Förderfinanzierung der „Lehre mit Matura“ und die künftig verpflichtenden Motivationsschreiben und Beratungsgespräche für Jugendliche, die eine Berufsmatura absolvieren möchten. „Die Maßnahmen werden am Problem der hohen Drop-out-Raten nichts ändern“, ist Josef Rehberger, Bundesvorsitzender der PRO-GE Jugend, überzeugt. „Im Gegenteil ist zu befürchten, dass die Berufsmatura eine Matura zweiter Klasse wird. Es ist naheliegend, dass das Niveau sinkt, wenn die Kursanbieter einen Teil der Förderungen nur zurückbekommen, wenn Kurse erfolgreich absolviert werden“, prognostiziert Rehberger.

Dass so viele die Lehre mit Matura abbrechen sei zwar bedauerlich, liege aber vor allem an der zu hohen Belastung und am enormen Zeitstress, den die Ausbildung verursacht. „Ein Motivationsschreiben und ein Beratungsgespräch am Anfang wird nichts daran ändern, dass viele Jugendliche die enorme Mehrbelastung durch Lehre, Vorbereitungskurse und Lernen am Wochenende einfach nicht bis zum Ende durchhalten“, ist Rehberger überzeugt und fordert weiter: „Die Regierung muss Maßnahmen setzen, damit die Jugendlichen durch eine Lehre mit Matura weniger belastet sind, aber gleichzeitig das Niveau der Berufsmatura nicht sinkt.“

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<![CDATA[Erneuter Warnstreik bei Secop in Fürstenfeld]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342624616073 Nach dem ersten Warnstreik am 3. Februar streikten die Beschäftigten von Secop in Fürstenfeld am 12. Febraur erneut. Der Warnstreik wurde von vier auf sechs Stunden ausgedehnt. Nach wie vor kämpfen Betriebsrat und Belegschaft gemeinsam für den Erhalt des Werkes und der Arbeitsplätze. Es fehlt nur die Unterschrift des Eigentümers.
 
Zur Vorgeschichte
 
"Wir  können alle rund 250 Arbeitsplätze in Fürstenfeld erhalten“, sagte Hubert Holzapfel, steirischer Landessekretär der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE), bei der am 30. Jänner stattgefundenen Betriebsversammlung aller ArbeitnehmerInnen. Gemeinsam mit den Belegschaftsvertretungen von Secop Fürstenfeld ist es der Gewerkschaft gelungen, dass die Firma Nidec nicht nur die Produktion der „Delta“-Kompressoren erwirbt, sondern auch die Linie „Kappa“ für Secop weiterhin in Fürstenfeld produzieren will. Dies wurde dem Betriebsrat schriftlich von Nidec mitgeteilt.
 
Was noch fehlt, um die Arbeitsplätze zu erhalten, ist die Unterschrift des Secop-Eigentümers Orlando. Die PRO-GE fordert, dass Orlando die Gespräche aufnimmt und mit Nidec die entsprechenden Verträge unterzeichnet. "Sollte Orlando keine konkreten Angebote legen und seriöse Verhandlungsgespräche führen, werden die Warnstreiks jede Woche ausgeweitet. Wir haben die Chance, alle Arbeitsplätze in Fürstenfeld zu sichern", sagte Holzapfel. Auch ein unbefristeter Streik sei daher nicht ausgeschlossen.
 
Win-win-Situation
 
Laut Holzapfel habe sich die Auftragslage bei der „Kappa“-Linie zuletzt sehr positiv entwickelt und durch den Erwerb bzw. die Produktion beider Kompressoren-Linien in Fürstenfeld erspare sich Secop-Eigentümer Orlando ohnehin rund 16 Millionen Euro an Verlagerungskosten in die Slowakei. Hinzu kämen weitere 20 Millionen Euro für den von der PRO-GE geforderten Sozialplan, der dann nicht mehr benötigt werde. 
]]> <![CDATA[Zwei Drittel der Bevölkerung wollen Millionärssteuer]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342625243993 Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) startet eine Kampagne „Machen wir Österreich gemeinsam reicher!“ um den Druck für die Einführung einer Millionärssteuer in Österreich zu erhöhen. 
 
Eine von der GPA-djp in Auftrag gegebene IFES-Befragung unter 1.000 ÖsterreicherInnen zeigt ein deutliches Bild. 73 Prozent der Befragten halten es für gerechtfertigt, dass Vermögensanteile über 1 Million Euro besteuert werden. Genauso wird das für die Besteuerung von Millionenerbschaften gesehen (72 Prozent).
 
Sorge über Schere zwischen Arm und Reich
 
Generell rangiert die Sorge über die zunehmende „Schere zwischen Arm und Reich“ unmittelbar hinter der Sorge um Klima und Erderwärmung an zweiter Stelle. Fast 80 Prozent der Befragten machen sich deshalb große bzw. gewisse Sorgen. Sogar 90 Prozent der Befragten haben den Eindruck, dass sich sehr reiche Personen politischen Einfluss erkaufen können.
 
Die ExpertInnen der GPA-djp Grundlagenabteilung haben berechnet, dass allein die Im Regierungsprogramm vorgesehen Maßnahmen von Steuersenkungen über Klimainvestitionen bis zusätzliche Ausgaben für Pflege und Kinderbetreuung einen jährlichen Finanzbedarf von 6,415 Mrd. Euro erfordert, die nicht gedeckt sind.
 
Zugleich wurde die Schieflage der Steuerpläne der letzten Legislaturperiode zugunsten der Unternehmen mit der türkisgrünen Regierung nicht beseitigt, sondern sogar verschärft.
 
ArbeitnehmerInnen und KonsumentInnen zahlen 80 Prozent der Steuern bzw. 90 Prozent der kalten Progression, bekommen aber nur rund 60 Prozent der Entlastung!
 
Die Ergebnisse der IFES-Befragung zeigen klar, dass der Großteil der Bevölkerung weiß, dass das Steuersystem ungerecht ist und dass sich die Vermögenden auch politischen Einfluss erkaufen.
 
Mit Millionärssteuer wichtige Projekte finanzieren
 
Die GPA-djp fordert die Einführung einer Millionärssteuer, um gesellschaftlich wichtige Projekte vom Klimaschutz bis zu Pflege und Bildung zu finanzieren.
 
Das GPA-djp Vermögensteuer-Modell sieht einen Freibetrag von 1 Mio. EUR/Haushalt vor sowie progressive Steuersätze von 0,5 Prozent zw. 1 und 2 Mio. und 1 Prozent zwischen 2 und 3 Mio. und 1,5 Prozent für Vermögen über 3 Mio. Euro.
 
Nicht nur Gerechtigkeitsaspekte und ökonomischen Vernunft sprechen für die für eine höhere Besteuerung von Millionären. Die zunehmende Vermögensschieflage hat auch gefährliche demokratiepolitische Aspekte.
 
„Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir in einer Gesellschaft leben wollen, in der sich etwa Milliardäre Medien kaufen und gefügig machen können und ob durch großzügige Spenden Politik etwa im Hinblick auf die Ausgestaltung unseres Steuersystems beeinflusst werden kann. Eine lebendige und soziale Demokratie braucht jedenfalls eine Politik, die die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung im Auge hat, und dazu gehören jedenfalls gerechte Steuern“, so die Vorsitzende der GPA-djp, Barbara Teiber.
 
Mit der Kampagne möchte die GPA-djp deutlich machen, dass die große Mehrheit der Bevölkerung gar nicht von einer Millionärssteuer betroffen wäre. Gleichzeitig würden die Superreichen mit einem moderaten Steuersatz von z.B. 1 Prozent ihren Lebenswandel nicht ändern müssen.
 
]]> <![CDATA[Arbeitszufriedenheit: Die Schere geht immer weiter auf]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342625125556 Während der Arbeitsklima Index aller Beschäftigten im Schnitt konstant zwischen 108 und 109 Punkten liegt, erreichen die unzufriedensten zehn Prozent nur einen Indexwert von 62 Punkten – und somit um 80 Indexpunkte weniger als die zufriedensten zehn Prozent. Wichtigste Faktoren für eine hohe Arbeitszufriedenheit sind Karriereperspektiven und Arbeitsmarktchancen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Österreichischen Arbeitsklima Index der AK Oberösterreich.

Textil-, FabriksarbeiterInnen und Reinigungskräfte am unzufriedensten

Die zehn Prozent der zufriedensten ArbeitnehmerInnen erreichen im Durchschnitt der vergangenen zwanzig Jahre einen Arbeitsklima Index von 140 Punkten – dieser Wert schwankt je nach Konjunktur zwischen 136 und 143 Indexpunkten. Der Abstand zu den unzufriedensten zehn Prozent der Beschäftigten ist in den vergangenen drei Jahren auf 80 Indexpunkte angewachsen. TextilarbeiterInnen, Reinigungskräfte sowie FabriksarbeiterInnen, Beschäftigte am Bau und LagerarbeiterInnen finden sich am häufigsten unter den zehn Prozent mit der niedrigsten Arbeitszufriedenheit. Auch im Handel und Tourismus arbeiten viele Beschäftigte mit extrem niedriger Arbeitszufriedenheit.

Ausbildung spielt zentrale Rolle

Eine zentrale Rolle spielt die Ausbildung: 20 Prozent der Menschen, die nach der Pflichtschule keine weitere Ausbildung mehr absolviert haben, sind extrem unzufrieden. Schon mit einem Lehrabschluss reduziert sich der Anteil auf nur noch acht Prozent. Im Zeitvergleich zählen immer mehr Frauen, Zuwanderer (v.a. von außerhalb Europas), Teilzeitbeschäftigte aber sogar AkademikerInnen und leitende Angestellte zu den extrem Unzufriedenen. Die Beschäftigten mit der niedrigsten Arbeitszufriedenheit haben in vielen Bereichen verloren. Besonders auffällig ist aber der Rückgang bei der sozialen Einbindung im Betrieb: Waren 2000 noch mehr als drei Viertel der Beschäftigten mit extrem niedriger Arbeitszufriedenheit mit der Beziehung zu ihren KollegenInnen zufrieden, so ist dieser Wert bis heute auf 45 Prozent abgesackt.

Isolation und Einsamkeit

Umgekehrt gaben noch nie so viele dieser Beschäftigten an, unter Isolation und Einsamkeit im Betrieb zu leiden. Im Vergleich dazu sind nahezu 100 Prozent aller Beschäftigten mit der höchsten Arbeitszufriedenheit mit ihrer sozialen Einbindung zufrieden und fast niemand fühlt sich durch Einsamkeit oder Isolation belastet.

Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten entscheidend

Über die Arbeitszufriedenheit entscheiden viele Faktoren. Den relativ größten Einfluss nehmen die subjektiven Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten (v.a. bei Jungen) sowie die Arbeitsmarktchancen (eher bei Älteren). Ebenfalls relevant sind die Einschätzung des eigenen sozialen Status und die Rechte als ArbeitnehmerInnen – aber auch die Arbeitsbedingungen und die damit verbundenen Belastungen: Führungsstil, Innovationsstress (stärker bei Älteren) sowie psychischer und physischer Stress haben allesamt ähnlichen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit. Verhältnismäßig weniger Einfluss nimmt hingegen das Einkommen. Die Zeiteinteilung (also die Vereinbarkeit von Familie und Beruf) ist insbesondere für Junge wichtig.

Durchhalten bis zum Pensionsalter

Generell glauben mehr Jüngere als Ältere, bis zu ihrem Regelpensionsalter durchhalten zu können. Knapp drei Viertel der Beschäftigten in der Altenpflege und 6 von 10 Pflegekräften in der medizinischen Betreuung halten es für nicht  wahrscheinlich, dass sie ihren Job auch noch mit 60 beziehungsweise 65 Jahren ausüben können. Wenig zuversichtlich sind auch knapp zwei Drittel der Reinigungskräfte und der ArbeiterInnen am Bau und im Baunebengewerbe (Maurer, Zimmerer, Tischler, Dachdecker, Maler) sowie 6 von 10 FabriksarbeiterInnen.

Zum Arbeitsklima Index der Arbeiterkammer Oberösterreich 1/2020

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<![CDATA[Neujahrsbrunch der PRO-GE Kärnten ]]> https://www.proge.at/cms/P01/P01_2.6.b.a/1342625016722 Traditionsgemäß hat der PRO-GE Landesvorsitzende Günther Goach auch heuer zum Neujahrsbrunch in die Arbeiterkammer geladen. Viele BetriebsrätInnen u.a. aus der Metall-, Chemie- und Textilbranche folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit um sich auszutauschen und über neue gewerkschaftliche Herausforderungen zu diskutieren.
 
Fotos von der Veranstaltung gibt es hier
 
Hauptthema war das türkis-grüne Regierungsprogramm und was es für die ArbeitnehmerInnen bedeutet. Ein Großteil des Programmes erfülle nicht den Anspruch, ein Regierungsprogramm zu sein, resümierte Goach: „Das türkis-grüne Papier lässt in vielen Teilen nur vermuten, wohin die Reise gehen soll. Wesentliche Punkte wie der Steuerbereich, Gesundheit und Pflege, leistbares Wohnen und Klimaschutz sind nur oberflächlich ausgeführt. Wo es dringend zukunftsweisende Maßnahmen braucht, darum wurde ein großer Bogen gemacht.“ Er bekräftigte die Forderungen der Arbeitnehmervertretungen nach der Abschaffung der kalten Progression, einem österreichweit einheitlichen Pflegesystem, das der Zukunft gewachsen ist und effizienten Bildungsmaßnahmen für die Jugend im Land.
 
Sozialer Zusammenhalt ist Garant für erfolgreiche Zukunft Österreichs
 
Scharfe Kritik äußerte er an der Umfärbeaktion der Sozialversicherung. Die Abschaffung der Hacklerregelung als erste Botschaft, lasse auf nichts Gutes schließen: „Wir werden genau hinschauen, ob Politik für die Wirtschaft oder die Menschen im Land macht. Die Arbeitnehmer tragen ihren Anteil zur Wertschöpfung bei, daher haben sie einen gerechten Anteil verdient.“ Nichts abgewinnen kann Goach Kanzler Kurz Aussagen beim Weltwirtschaftstreffen in Davos, mit denen er sich gegen das Gesellschaftskonzept der Gemeinschaft stellte. „Auch der Bundeskanzler wird im Geschichteunterricht gelernt haben, wohin uns Entsolidarisierung und das Recht des Stärkeren gebracht haben. Eine erfolgreiche Zukunft Österreichs kann es nur mit sozialem Zusammenhalt geben: Dazu gehören die Entlastung der Mittelschicht und Hilfe für jene, die Hilfe brauchen. Diejenigen, die am meisten haben, müssen einen gerechten Anteil leisten. Das Auseinanderdividieren der Bevölkerung ist gefährlich.“
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