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Mineralölindustrie: KV-Verhandlungen 2019 gestartet

Forderungsprogramm übergeben, nächster Verhandlungstermin 23. Jänner

Am 19. November 2018 wurden die KV-Verhandlungen für die Beschäftigten der Mineralölindustrie Österreichs mit dem Wirtschaftsgespräch sowie der Überreichung des gemeinsamen Forderungsprogrammes der Gewerkschaften GPA-djp und PRO-GE an die Arbeitgeber gestartet.

Zu Beginn erörterten die Arbeitgeber die wirtschaftliche Situation der Branche.
Die Energiewende und der damit verbundene Umstieg auf erneuerbare Energieträger stellt die Branche vor große Herausforderungen.

Von Seiten der Gewerkschaften GPA-djp und PRO-GE wurde auf die hohe Qualifikation der ArbeitnehmerInnen in der Branche und auf die enorme Leistungsbereitschaft der Beschäftigten hingewiesen. Die Bilanzkennzahlen und Ergebnisse der internationalen Unternehmungen in Österreich und jene der OMV sind sehr gut. Auch das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Österreich hat sich sehr gut entwickelt.
Daher fordern GPA-djp und PRO-GE einen vernünftigen Reallohn- und Gehaltszuwachs für die Beschäftigten in der Branche. Nur dadurch ist es möglich, Kaufkraft und Wirtschaftswachstum zu stärken und erhalten.

Die erste Verhandlungsrunde findet am 23. Jänner 2019 statt.

Das Forderungsprogramm im Detail:

  1. Erhöhung der KV-Mindestlöhne bzw. KV-Mindestgehälter
  2. Erhöhung der Ist-Löhne bzw. Ist-Gehälter
  3. Erhöhung der Reisekosten-, Aufwands- und Trennungskostenentschädigungen, der Zulagen und der Zuschläge um den Prozentsatz der Erhöhung des KV-Mindestlohnes bzw. KV-Mindestgehaltes, abweichend davon stärkere Berücksichtigung der Schicht- und Nachtzulage.
  4. Erhöhung der Lehrlingsentschädigung um den Prozentsatz der Erhöhung des KV-Mindestlohnes bzw. KV-Mindestgehaltes
  5. Rahmenrechtliche Verbesserungen
    • Verbesserungen beim Jubiläumsgeld
    • Freizeitoption (anstelle Ist-Erhöhung)
    • Beschränkung des Abschlusses von All-in-Verträgen
    • Verpflichtung zum Abschluss von Sozialplänen unter definierten Voraussetzungen
    • Leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche
    • §32 Prüfungsvorbereitung – Klarstellung
    • §30 Freizeit (pauschaliert) bei Dienstverhinderung anlässlich der Überreichung eines Diploms
    • Wahlrecht für AN bei allen Überstunden, ob diese in Freizeit oder Geld abgegolten werden; und Regelung über ein einseitiges Antrittsrecht des AN
    • §5 Abs. 8 Arbeitsfrei ohne Lohn-/Gehaltsabzug für den Karfreitag
    • §8 Pkt. 12 Verbesserung der Abgeltung bei Homeoffice/Telearbeit
    • Für Arbeit ab der 9. Arbeitsstunde an einem Wochentag mind. 75% Zuschlag
    • Für Arbeit nach der 10. Arbeitsstunde an einem Wochentag mind. 100% Zuschlag
    • Verkürzung der kollektivvertraglichen Normalarbeitszeit insbesondere für jene AN, die besonders belastende Arbeit leisten
    • Schlechtwetterzulage – Zeitbegrenzung streichen
    • Ausschluss der 11. Und 12. Stunde pro Tag bei pauschalierten Entlohnungsformen
    • Fortführung der vereinbarten Arbeitsgruppen
    • Erweiterung der Töchterliste (jene die bis zum Verhandlungsende bekannt sind)
  6. Geltungstermin: 1. Februar 2019

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