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Betriebsversammlungen bei privaten Forstunternehmen

Arbeitgeber sind aufgefordert monatelangen Stillstand endlich zu beenden

Die Gewerkschaft PRO-GE und die BetriebsrätInnen der privaten Forstunternehmen rufen in den nächsten Tagen und Wochen in allen Betrieben der Branche die rund 2.000 Beschäftigten zu Betriebsversammlungen zusammen. Sie fordern die Fortführung der bereits seit Ende Jänner unterbrochenen Kollektivvertragsverhandlungen. "Die Arbeiter und Arbeiterinnen fordern die Arbeitgeber im Sinne einer ehrlichen Sozialpartnerschaft auf, mit einem deutlich verbesserten Angebot an den Verhandlungstisch zurückzukehren und Verhandlungen auf Augenhöhe abzuhalten", heißt es dazu in der bei den Versammlungen zur Abstimmung vorliegenden Resolution. Andernfalls seien die Beschäftigten zu weiteren betrieblichen und überbetrieblichen Maßnahmen bereit.

Am 22. Jänner wurden die Kollektivvertragsverhandlungen in der zweiten Runde ohne Ergebnis abgebrochen. Seither verweigert die Arbeitgeberseite weitere Verhandlungen und hat stattdessen nur eine unverbindliche Empfehlung an die Unternehmen abgegeben, die Löhne um 2,4 Prozent zu erhöhen. Daran konnte auch eine österreichweite Betriebsrätekonferenz Anfang Februar nichts ändern. Am 14. März versammelten sich daher hunderte ForstarbeiterInnen in Bad Eisenkappl, Kärnten, zu einem Protestmarsch zum Betrieb von Johannes Thurn-Valsassina, dem Verhandlungsleiter der Arbeitgeber.

 

Video: Protestmarsch in Bad Eisenkappl

Dabei konnten Gewerkschaft und BetriebsrätInnen ihre Standpunkte auch im direkten Gespräch mit Thurn-Valsassina darlegen. "Nach diesem Gespräch bestanden wieder Hoffnungen, die Verhandlungen endlich fortsetzen zu können", berichtet Josef Reisenbichler, Verhandlungsleiter auf Arbeitnehmerseite. „Mittlerweile sind wieder gut drei Wochen vergangen und wir sind immer noch keinen Schritt weiter.“

"Wir fordern Fairness gegenüber den Beschäftigten", erläutert Reisenbichler. "Die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Forstwirtschaft gehören sicher nicht zu den Großverdienern, obwohl sie sehr schwer arbeiten und der Leistungsdruck stetig zunimmt. Sie haben ordentliche Lohnerhöhungen verdient anstatt monatelang hingehalten zu werden. Eine respektvolle und aufrichtige Sozialpartnerschaft sieht anders aus", kritisiert Reisenbichler.

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