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Fleischer-KV: „Wir wollen auch ein Stück vom Steak!“

Arbeitgeber wollen 13.000 Beschäftigte mit nur einem Prozent plus abspeisen. Nächste Verhandlung am 25. Juli - ArbeitnehmerInnen fordern 4 Prozent mehr Lohn.

Seit 1. Juli sollte für 13.000 ArbeiterInnen in der Fleischwarenindustrie und im Fleischergewerbe bereits der neue Kollektivvertrag gelten. Am 25. Juli um 10 Uhr wird bereits zum dritten Mal verhandelt. „Es gab bislang auf Arbeitgeberseite absolut keine Bewegung, sie bleiben bei ihrem Angebot von einem Prozent. Das ist für uns nicht akzeptabel. Anscheinend soll auf dem Rücken der ArbeiterInnen der Preiskampf im Handel ausgetragen werden“, zeigt sich Gewerkschafter Erwin Kinslechner empört. Sollte es erneut keine Einigung geben, planen PRO-GE und BetriebsrätInnen erste Informationsveranstaltungen in und vor den Betrieben.

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Bezahlte Umziehzeiten und Pausen sind das Mindeste

„Bei einem Mindestlohn im Fleischergewerbe von 1.400 Euro und in der Fleischwarenindustrie von 1.500 Euro sind unsere Forderungen wirklich nicht übertrieben“, erklärt Kinslechner. Die Verhandler auf ArbeitnehmerInnenseite fordern neben den vier Prozent Lohnerhöhung, dass das Umziehen als Arbeitszeit gilt, die Einführung von bezahlten Pausen und höhere Zulagen bei langen Arbeitszeiten.

Arbeitgeber sagen Nein

All dies wird von der Arbeitgeberseite bislang strikt abgelehnt, sogar die finanzielle Unterstützung von Lehrlingen für Fahrten zur Berufsschule wird verweigert. In der Branche gibt es österreichweit 300 Lehrlinge. Ebenso legen sich die Arbeitgeber quer, wenn es um Maßnahmen geht, die harten Arbeitsbedingungen etwa im Kältebereich abzufedern. "Für alle Verbesserungen für die Beschäftigten kam bisher ein klares Nein von den Arbeitgebern. Das ist für sozialpartnerschaftliche Verhandlungen deutlich zu wenig und nicht zielführend", ärgert sich Kinslechner und fordert mehr Bewegung auf Arbeitgeberseite. Sollte das auch in der dritten Kollektivvertragsverhandlung nicht der Fall sein, werde es erste Informationsveranstaltungen in und vor den Betrieben der Branche geben.

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