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Chemische Industrie: Arbeitgeberangebot bedeutet realen Einkommensverlust

Betriebliche Maßnahmen werden vorbereitet

Arbeitgeber haben KV-Verhandlungen abgebrochen

Auch die dritte KV-Verhandlungsrunde für die etwa 45.000 Beschäftigten der Chemischen Industrie brachte am 14. Mai kein Ergebnis. Die Arbeitgeber haben die Verhandlungen nach fünf Stunden abgebrochen, ein weiterer Verhandlungstermin wurde nicht vereinbart.

Das Angebot der Arbeitgeber für Lohn- und Gehaltserhöhungen liegt bei 1,45 Prozent und reicht aus der Sicht der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp bei weitem nicht aus. „Ein Einkommensverlust für die Beschäftigten kommt für uns nicht in Frage. Jetzt planen wir betriebliche Aktivitäten in der Branche“, sagen die Chefverhandler Alfred Artmäuer (PRO-GE) und Günther Gallistl (GPA-djp). Am 20. Mai wird daher eine Online-BetriebsrätInnenkonferenz stattfinden, um die weitere Vorgangsweise zu beraten und gewerkschaftliche Maßnahmen zu beschließen.

„Bei allem Verständnis für die schwierige wirtschaftliche Lage einzelner Betriebe, der Weg aus der Krise kann nicht allein von Beschäftigten bezahlt werden, während die Unternehmen Gewinne absichern. Die Kaufkraft der Beschäftigten muss zum Wohl der gesamten Volkswirtschaft erhalten bleiben. Unsere Forderungen sind fair und machbar. Sie entsprechen den sehr guten Kennzahlen der Branche der vergangenen Jahre. Das Verständnis der Belegschaft wird sich auch in Grenzen halten, wenn auf der einen Seite nach wie vor Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet werden und gleichzeitig von den Beschäftigten Lohnzurückhaltung erwartet wird. Oder verstehen die Arbeitgeber ein solches Vorgehen als ‚solidarisch‘?“, so Artmäuer und Gallistl.

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